How great are US-Small-Caps?

Es gibt gute Gründe, warum der Blick auf kleine US-Unternehmen unabdingbar für Anleger ist. Ein solider Russel-2000-Index ist nur ein Argument. Javier Rodriguez-Alarcon, Head of EMEA Client Portfolio Management bei Goldman Sachs Asset Management, kommentiert den US-Aktienmarkt.

Bekanntermaßen können kleine Dinge einen großen Unterschied machen. Diese Weisheit lässt sich auch auf das große, aber verhältnismäßig wenig beachtete Universum der US-Small-Cap-Unternehmen übertragen. Was spricht also für Investments in diesem Segment?

US-Wahl als Katalysator für Small-Caps

Nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten legten US-Small-Cap-Aktien eine  ansehnliche Rallye hin. Gegenüber ihren Large-Cap-Pendants konnten sie eine deutlich bessere Performance im Jahresvergleich erzielen. Wir sind davon überzeugt, dass Anleger mit Small- und Mid-Cap-Aktien im derzeitigen Marktumfeld gut positioniert sind. Damit dies so bleibt, sollten sie jedoch eine Reihe makroökonomischer Entwicklungen im Auge behalten.

Kleine und mittelgroße Unternehmen könnten überproportional von der wachstumsfördernden und auf die Binnenwirtschaft ausgerichteten Agenda der Trump-Regierung profitieren. Small-Caps reagieren stärker auf inländische Entwicklungen als große multinationale Unternehmen, da sie einen größeren Anteil ihrer Umsätze in den USA erwirtschaften. Aus diesem Grund sollten Small-Cap-Anleger insbesondere politische Initiativen beobachten, die auf eine Stärkung der US-Wirtschaft abzielen.

Die Reform der Unternehmensbesteuerung ist hierbei ein zentrales Thema. Der durchschnittliche effektive Steuersatz von Unternehmen im Russell 2000 Index, dem vielleicht wichtigsten globalen Aktienindex für Nebenwerte, ist mit 32 Prozent höher als der von großen Unternehmen im S&P 500 mit 26 Prozent. Grund ist, dass größere Unternehmen vermehrt international tätig sind und mehr Geschäft in Regionen mit niedrigeren Steuern abwickeln. Wir sind der Ansicht, dass sich eine mögliche Senkung der Unternehmenssteuern in den USA stärker auf die Gewinne kleinerer Unternehmen auswirken wird als auf größere Firmen.

Die Rallye der Small-Caps, die wir nach der US-Wahl gesehen haben, könnte auch für ihre künftigen Renditen positiv sein. Historisch gesehen folgten auf Monate mit neuen Rendite-Höchstständen des Russell 2000 oft Perioden mit einer noch stärkeren Performance – gemessen sowohl in absoluten Werten als auch im Vergleich zu Large-Cap-Aktien.

Zudem haben sich Small-Caps in einem Umfeld steigender Zinsen und starker US-Dollar-Werte historisch besser entwickelt als ihre Konkurrenz. Seit mehr als 25 Jahren übertrifft der Russell 2000 Index für Small-Cap-Werte den S&P 500 unter eben solchen Marktbedingungen. Die Gründe hierfür sind intuitiv nachvollziehbar: Steigende Zinsen und ein starker US-Dollar gehen häufig mit einem Wirtschafts- und Gewinnwachstum einher. Wenn ein Übergang hin zu einem stärker reflationären Marktumfeld stattfindet, dürfte dies einen positiven Effekt auf kleinere Unternehmen haben.




Nachricht an die Redaktion

Hier können Sie uns einen Kommentar zu dem Artikel zukommen lassen.
Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

]

Bei unseren Lesern momentan beliebt