Im Schatten des Silicon Valley hat sich aber eine Start-up-Szene mit enormer Innovationskraft entwickelt: Israel. Das kleine Land hat sich im Laufe der Jahre zu einer wahren Startup-Nation entwickelt. Mehr als 6500 Startups gibt es schon heute dort – Tendenz weiter steigend. Zentrum ist dabei Tel Aviv. Die Startups gehen von den Universitäten und den Research-and-Development-Zentren (R&D) des Militärs, sowie fast aller großen R&D-Zentren internationaler Konzerne aus, die dort angesiedelt sind. So gibt es jährlich einen staatlichen Etat von über 600 Millionen US-Dollar, der in Unternehmensgründer investiert wird. Von den Großkonzernen kommt der Rest. So konnten Israels Technologiefirmen im vergangenen Jahr Rekordzuflüsse von gut 6,5 Milliarden US-Dollar einsammeln. Das war gegenüber 2017 ein Plus von 17 Prozent.

Deutsche Telekom und SAP investieren in Israel

Aus deutscher Sicht sind vor allem die Deutsche Telekom zu nennen, die über Telekom Capital Partners in sieben israelische Technologieunternehmen investiert ist, aber auch SAP, die jeweils mit einem eigenen Büro in Tel Aviv vor Ort sind. So hat sich SAP gerade erst zu Beginn dieses Jahres mit gut 30 Millionen US-Dollar an der IT-Firma Totango beteiligt. Doch im internationalen Vergleich ist das eher die Ausnahme. Rund 70 Prozent der Venture Capital-Investments kommen in Israel zwar aus dem Ausland. Doch auch hier haben sich die USA mit rund 35 Prozent an die Spitze gesetzt, während aus Deutschland gerade mal drei kommen. Dass sich solche Investments lohnen, zeigt nicht nur Mobileye, das vor zwei Jahren für 15 Milliarden Dollar vom US-Chiphersteller Intel gekauft wurde.

In der deutschen Industrie gibt es dagegen zu wenig Experten-Know-how, um sich in diesem Venture Capital-Markt enger einzubringen. Eine VDI-Umfrage hat gezeigt, dass etwa in puncto Künstlicher Intelligenz „die USA, China und Israel Vorreiter sind“. Aus Mangel an deutschen Alternativen müssen deutsche Unternehmen im Ausland Technologien einkaufen, wie die jüngste Daimler-Übernahme von Torc Robotics, einem US-Unternehmen zeigt, das auf autonome Fahrzeugsysteme spezialisiert ist.

High-Tech Bonds als Beimischung für den Portfolio-Mix

Wie können sich Institutionelle Investoren und Unternehmen aus Deutschland aber nun an israelischen Unternehmen beteiligen oder den Zugang zur Technologie erhalten? Eine Möglichkeit sind sogenannte „HighTech-Bonds“ von Chartered Opus, eine Luxemburger Zertifikate-Plattform mit Arrangeur in Düsseldorf. „Das sind Privatplatzierungen und ab 150.000 US-Dollar Minimum erhältlich“, erklärt Axel Mielke von Chartered Opus. Diese strukturierten Wertpapiere enthalten ein Cash-Account und decken damit automatisch die „Capital Calls“ der Gesellschaften ab.  Es ist also sehr einfach zu investieren. Beispiele sind etwa „HighTech Performance Bonds“, die in Pre-IPO-Anteile von israelischen Unternehmen wie Zsquare, SolCold oder Halo Digital investieren. Noch sind die Unternehmen recht unbekannt, das wird sich aber ändern. So hat ZSquare ein neues Endoskop entwickelt. Halo eine Software entwickelt, die Industrie-Roboter vor Hackern schützen soll.

Entscheidend ist, dass man überhaupt Zugang zu diesen Unternehmen erhält, weil derer Technologie-Sektor zu wenig transparent ist. Am erfolgreichsten sind übrigens Technologien, die später von größeren Unternehmen zum Schließen von Technologielücken übernommen werden. Der Early-Stage-Investor kann über die High Tech Bonds frühzeitig investieren.




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