Kommt der Aufwärtstrend zurück?

„2016 und 2017 feierten Aktien aus den Emerging Markets ihr langersehntes Comeback. Und diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen, trotz der schwächeren Kurse in diesem Jahr“, meint Projit Chatterjee, Senior Equity Specialist Global Emerging Markets und Asia Pacific Equities bei UBS Asset Management (UBS-AM). Viele Schwellenländer sind heute auf Makro- und Mikroebene robuster aufgestellt als in der Vergangenheit, und die Bewertung ist nach der Korrektur attraktiv.

Aktien aus den Emerging Markets haben turbulente Monate hinter sich. Im Februar ließ die abnehmende Wirtschaftsdynamik außerhalb der USA nicht nur die globalen Wachstumserwartungen sinken, sondern trug auch zur Stärkung des US-Dollars bei. Dies und die protektionistischen Bestrebungen des US-Präsidenten belasteten die Performance der Aktienmärkte der aufstrebenden Länder. Besonders stark vom Abverkauf betroffen waren schwächere Volkswirtschaften wie die Türkei, Brasilien und Südafrika, aber auch China und Südkorea, die unter den Handelskonflikten leiden. Indien und Mexiko hingegen zählten zu den Outperformern. Wir denken nicht, dass der 2016 gestartete Aufwärtstrend in den Emerging Markets schon wieder vorbei ist. Die Marktkorrektur in diesem Jahr beruht weniger auf veränderten Fundamentaldaten, sondern war vielmehr stimmungsgetrieben. Die Entwicklung spiegelt sich bereits weitgehend in gefallenen Bewertungen wider. Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse sind zurück auf dem Niveau von 2016, als der Aufwärtstrend begann.

Gesunde Fundamentaldaten, steigende Profitabilität

Die derzeitige Schwäche der Märkte ändert nichts an ihren grundsätzlich sehr vorteilhaften Voraussetzungen. Emerging Markets profitieren von einer gesünderen Ausgangsposition, unterstützenden Fundamentaldaten und einem nachhaltigen Wachstum in China. Während die Wachstumsdynamik bei den Unternehmensgewinnen in den Schwellenländern in diesem Jahr etwas abflauen dürfte, sollte sich die Profitabilität dennoch verbessern, unterstützt durch Umsatzwachstum und höhere Nettogewinnmargen.

Nichtsdestotrotz sind die Risiken für die wirtschaftliche Erholung der Schwellenländer gestiegen. Vor allem ein zunehmender Protektionismus, eine Abkühlung der chinesischen Wirtschaft sowie steigende US-Zinsen und ein erstarkender US-Dollar könnten für Turbulenzen an den Aktienmärkten sorgen. Grundsätzlich besteht immer noch eine negative Korrelation zwischen einem starken US-Dollar und der Performance von Schwellenländeraktien, auch wenn die Volkswirtschaften heute viel gesünder als in der Vergangenheit sind. Das gilt sowohl auf Makroebene durch bessere Leistungsbilanzen, wettbewerbsstärkere Währungen und weniger externe Verschuldung sowie auf Mikroebene durch geringer verschuldete Unternehmen. In Gefahr im Falle steigender US-Zinsen und einer weiteren Dollar-Aufwertung sieht er vor allem Länder mit einem hohen Defizit in der Zahlungsbilanz oder einer hohen Verschuldung in US-Dollar, wie sie besonders Argentinien und die Türkei aufweisen. Allerdings droht auch eine Ansteckungsgefahr für alle, da Emerging Markets von Investoren häufig immer noch als eine homogene Einheit gesehen werden. Eine klare Differenzierung ist jedoch nötig.

HALO-Strategie: Attraktive Anlagechancen bei Konsum, Technologie und Banken

Wir sehen derzeit gute Chancen in vielen Anlagebereichen. Dazu zählen der Konsumsektor in Indien und China sowie der IT-, Internet und E-Commerce-Bereich in China, Südkorea und Taiwan. Auch Finanztitel aus einer ganzen Reihe von Ländern, beispielsweise aus Brasilien, Mexiko, China, Indien und Indonesien, halten wir für aussichtsreich. Die Rebalancierung der wirtschaftlichen Struktur in China in Richtung einer stärkeren Dienstleistungsorientierung wird auch weiterhin gute Anlagemöglichkeiten eröffnen, vor allem in Dienstleistungssektoren wie Online-Handel, elektronische Zahlungssysteme, Social Media, Bildung und Versicherung.

Entsprechend dieser Einschätzungen ist auch der UBS Global Emerging Markets Opportunity positioniert. Der Fonds folgt dem HALO-Ansatz, den UBS seit zehn Jahren erfolgreich in den Emerging Markets umsetzt. HALO steht für High Alpha Long Term Opportunity und setzt dem Namen entsprechend auf ein sorgfältig ausgewähltes konzentriertes Portfolio aus Aktien mit den besten langfristigen Aussichten. Dabei spielt ein günstiger Kaufpreis, der deutlich unter dem vom HALO-Team errechneten intrinsischen Wert eines Unternehmens liegt, eine wichtige Rolle. Das Ziel der Strategie und des Fonds ist es, einen substantiellen Mehrwert für den Kunden über einen vollen Investitionszyklus zu erwirtschaften. Dazu setzt das Fondsmanagement auf Unternehmen mit starken Wettbewerbsvorteilen, die mittelfristig kaum Veränderungen beim Cashflow erwarten lassen. Wir überreagieren nicht bei kurzfristigen Marktveränderungen. Unser Fokus liegt auf langfristigen Themen und die anhaltende wirtschaftliche Erholung.




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