Kuwait bietet wieder interessante Anlageoptionen

Nachwirkungen der Finanzkrise klingen ab, der Ölpreis stabilisiert sich: Oliver Bell, Manager des Frontier Markets Equity Fund von T. Rowe Price, sieht großartige Chancen für Anleger in Katar.

Vor der Finanzkrise der Jahre 2007 und 2008 gab es in Kuwait 140 Investment-Firmen, die ihr Kapital national sammelten und international investierten. Entsprechend schwer und lange hatte das Land an den Folgen der Krise zu tragen. Doch mittlerweile zeigt Kuwait Anzeichen von Erholung, ist Vor der Finanzkrise der Jahre 2007 und 2008 gab es in Kuwait 140 Investment-Firmen, die ihr Kapital national sammelten und international investierten. Entsprechend schwer und lange hatte das Land an den Folgen der Krise zu tragen. Doch mittlerweile zeigt Kuwait Anzeichen von Erholung. Unsere Recherche vor Ort deutet darauf hin, dass die Nachwirkungen der Finanzkrise endlich abklingen. In den Führungsetagen vieler Unternehmen hat es Umstrukturierungen gegeben, wodurch Firmen, die bislang als Investment nicht in Frage kamen, wieder interessant werden.

Erholung des Ölpreises belebt die Wirtschaft

Kuwaits Bevölkerung und Volkswirtschaft sind relativ klein, die Öl-Reserven und Verarbeitungskapazitäten des Landes hingegen sind enorm. Das führt dazu, dass der Staatshaushalt bereits ausgeglichen ist, wenn der Ölpreis bei etwa 50 US-Dollar pro Barrel liegt. Damit hat Kuwait die niedrigste Öl-Gewinnschwelle. Entsprechend profitiert die Wirtschaft vom stabileren Ölpreis. Auch die steigenden Infrastrukturausgaben des Staates belebten die Konjunktur.

Zudem steht der Finanzsektor wieder auf stabileren Füßen. Einige Banken, die zuletzt Schwierigkeiten hatten, haben neue Geschäftsführungen und sind dadurch wieder potentielle Investmentkandidaten geworden. Des Weiteren behält die kuwaitische Bankenaufsicht ihre konservative Haltung bei und verlange, auch im internationalen Vergleich, sehr hohe antizyklische „Überschuss“-Rücklagen, obwohl sich die Situation bei den notleidenden Krediten insgesamt verbessert hat. Mit der wirtschaftlichen Verbesserung dürften auch die Kreditvolumina der Banken wachsen und ihre Gewinnmargen aufgrund steigender Zinsen attraktiver werden. Unserer Einschätzung nach werden diese Faktoren die Gewinne der Banken ansteigen lassen.

Erholung im Bankensektor und bei einigen Unternehmen

So habe die National Bank of Kuwait ihre Dividendenrendite von vier bis fünf Prozent halten können und auch die Burgan Bank sei stabiler als viele annähmen. Darüber hinaus wecke die Bank Kuwait Finance House das Interesse vieler Analysten, da ein neues Management interne Strukturen reformiere. Auch verschiedene Unternehmen böten interessante Optionen. Die Aktiengesellschaft HumanSoft beispielsweise gründet und betreibt private Universitäten. Darunter sei eine hochmoderne Universität, eine halbe Stunde außerhalb der Hauptstadt Kuwait City, an der 11.000 Menschen studierten (von denen 55 Prozent weiblich sind). „HumanSoft generiert aktuell eine EBITDA-Marge von etwa 52 Prozent“, sagt Bell. „Das Unternehmen will die Anzahl an Studenten verdoppeln und diese Marge gleichzeitig beibehalten. Das halten wir für durchaus realistisch.“ So sei eine Reihe an Unternehmen grundlegend verbessert aufgestellt und damit wieder auf dem Investment-Radar. „Unserer Einschätzung nach hat sich das Fundament Kuwaits und seines Bankensektors deutlich stabilisiert. Das verschafft dem Land eine Basis, von der aus nachhaltiges Wachstum möglich ist.“. Unsere Recherche vor Ort deutet darauf hin, dass die Nachwirkungen der Finanzkrise endlich abklingen. In den Führungsetagen vieler Unternehmen hat es Umstrukturierungen gegeben, wodurch Firmen, die bislang als Investment nicht in Frage kamen, wieder interessant werden.




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