Sechs Prozent Wachstum – trotz Handelsstreit

“Wir halten die jüngsten Kursverluste an den asiatischen Aktienmärkten für eine gesunde Korrektur nach einer ausgedehnten, bis Anfang 2017 zurückreichenden Rally, und meinen, dass sie vor allem auf globale Marktbewegungen zurückzuführen sind”, sagt Mike Shiao, Chefanlagestratege Asien ex Japan bei Invesco in Hongkong.

Wir halten die jüngsten Kursverluste an den asiatischen Aktienmärkten für eine gesunde Korrektur nach einer ausgedehnten, bis Anfang 2017 zurückreichenden Rally, und meinen, dass sie vor allem auf globale Marktbewegungen zurückzuführen sind. Wir sehen keine spezifischen regionalen Faktoren, die zu diesem Ausverkauf beigetragen hätten. Ungeachtet der jüngsten Marktturbulenzen habe sich an den soliden Wirtschafts- und Unternehmensfundamentaldaten in den wichtigsten Märkten der Region nichts geändert. Positive strukturelle Faktoren sprächen für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends in diesem Jahr.

Mit Verweis auf die kräftigere globale Wachstumsdynamik und den durch stetige Einkommenszuwächse gestärkten inländischen Konsum rechnen die Invesco-Experten 2018 in Asien mit einem stabilen BIP-Wachstum von rund sechs Prozent. Gleichzeitig spricht das stabile politische Umfeld, vor allem in China und Indien, ihrer Ansicht nach für weitere Reformfortschritte.

Gewinnwachstum war wichtigster Treiber der Aktienmarktperformance in 2017

2017 war das Gewinnwachstum der wichtigste Treiber der Aktienmarktperformance in Asien. Angesichts des günstigen Wirtschaftsumfelds gehen die Asien-Experten von Invesco davon aus, dass der Markt auch 2018 durch ein solides Gewinnwachstum auf breiter Basis gestützt werden wird. Gleichzeitig halten sie das Bewertungsniveau weiter für vertretbar. Aktuell notieren asiatische Aktien mit einem deutlichen Abschlag gegenüber Aktien der Industrieländer. Darüber hinaus beobachten die Investmentexperten von Invesco ermutigende strukturelle Anlagezuflüsse in den chinesischen Offshore-Markt und indische Aktien.

US-Zinsentwicklung ist Unsicherheitsfaktor

Aber auch die asiatischen Märkte sind nicht immun gegenüber externen Unsicherheiten, die zu höheren weltweiten Kursschwankungen an den Aktienmärkten führen könnten. Ein Unsicherheitsfaktor ist die Zinsentwicklung in den USA. Insbesondere die Lücke zwischen den Erwartungen und den Ist-Daten, die auf eine höhere Inflation und eine restriktivere Fed-Politik hindeuten, ist ein Risiko, das zu einer höheren globalen Volatilität führen könnte.

Fundamentales Umfeld ist intakt

Aber wir sind überzeugt, dass sich das fundamentale Umfeld für asiatische Aktien nicht geändert hat und es sich bei den jüngsten Kursverlusten an den asiatischen Märkten um eine kurzfristige Korrektur und nicht um den Beginn eines größeren Ausverkaufs handelt. Unser Ausblick für die asiatischen Märkte bleibt konstruktiv und wir sind überzeugt, dass sich die Investoren wieder auf die Fundamentaldaten zurückbesinnen werden, wenn die externen Unsicherheiten nachlassen.




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