Zinsentscheidungen von Fed und EZB

Die Europäische Zentralbank kündigt das Ende ihres Anleihenkaufprogrammes an. Auch das Zinsniveau soll Sommer unangetastet bleiben. Nicolas Forest, Global Head of Fixed Income und Vorstandsmitglied bei Candriam, kommentiert.

Wie erwartet kündigte die Europäische Zentralbank (EZB) gestern das Ende ihrer Anleihekäufe an. Auch das Zinsniveau soll zumindest bis nächsten Sommer unangetastet bleiben. Mario Draghis Rigaer Ankündigung vermeidet einen Tapering-Schock, wie ihn die Fed (Federal Reserve) 2013 ausgelöst hat. Gleichzeitig bereitet sie die Märkte auf eine neue Ära der Normalisierung vor. Diese begrüßten den gestrigen Entschluss; auch der Euro schloss unter 1,17 US-Dollar. Draghis Kommunikationsmaßnahmen zeigen also Wirkung: Sie klingen vielleicht nach Tapering, sind es aber nicht.

Alleingang der Fed: Zeichen stehen auf Rezession in Amerika

 Kontroverser diskutiert werden in dieser Woche die zuvor von der US-Notenbank beschlossenen Zinserhöhungen. Sorgen bereiten insbesondere eine gefährlich abflachende Renditestrukturkurve, der in den letzten Jahrzehnten fast immer eine Rezession folgte. Die Geldpolitik der Fed dürfte sich durch die Zinserhöhung zwar weiter normalisieren – ihr Alleingang könnte für die globale Wirtschaft aber eine Gefahr darstellen.




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