Alternative Investmentformen stabilisieren

Es sind unruhige Zeiten an den Kapitalmärkten. Damit Anleger ihnen gelassen begegnen können, sollten sie sich stark diversifizieren und ihrem Portfolio auch alternative Anlagen beimischen.

„Euphorie schadet nicht, solange man seine Grenzen sieht“, sagte der deutsche Dichter Volkmar Frank. So mancher Anleger hat nach Zeiten der Hochstimmung zuletzt seine Grenzen kennen gelernt und sucht nun verstärkt nach Sicherheit. Das liegt an den Dämpfern, die die globale Konjunktur hat aufgrund geopolitischer Turbulenzen insbesondere gegen Jahresende hinnehmen musste. US-Präsident Trumps Handelspolitik, die zähen Brexit-Verhandlungen und Italiens umstrittene Finanzpolitik haben für viel Volatilität an den Märkten gesorgt. Aber eine Weisheit sollte jetzt jeder Anleger wirklich beherzigen: Panik ist ein schlechter Ratgeber.

Doch die jüngsten Rückschläge bieten auch Chancen. Der Rauch und Lärm beim Abverkauf diverser Technologie-Werte weltweit verdeckt versteckte Potenziale auch in anderen Branchen; denn mittlerweile zeigen sich sowohl in den klassischen Märkten Europas als auch in den zuletzt gebeutelten Schwellenländern Anzeichen von Erholung und leichter Aufwärtsdynamik. Zudem gibt es in den USA noch einige zuverlässige Leistungsträger, auch in traditionellen Industrien. Allerdings ist Vorsicht geboten. Im Zuge des stetig steigenden US-Haushaltsdefizits schätzt die Federal Reserve, dass das Wachstum von zuletzt rund drei Prozent auf rund zwei Prozent in 2020 abkühlt.

Tech-Aktien – Anfang einer Neuaufstellung?

Besonders der amerikanische Technologiesektor sprintete bis vor kurzem voran. So gehören sechs wertvolle Weltkonzerne dem Sektor an, darunter Facebook, Amazon, Google und Netflix (kurz: Fang). Mit einer Marktkapitalisierung von annähernd sechs Billionen US-Dollar ist die Wirtschaftsleistung dieser Unternehmen höher als die der meisten Länder, etwa Deutschland mit umgerechnet rund zwei Billionen US-Dollar. Dieses klare Monopol erinnert im Ansatz an die „Nifty Fifty“ in den USA der 1960er-Jahre. Während es der Gesamtmarkt damals eher schwer hatte, ließen einige Aktien alle hinter sich. Die damaligen Wachstumswerte hießen beispielsweise Coca-Cola, McDonald’s und Pepsi. Damals boomte der Lebensmittelsektor – und dennoch bewegten sich insbesondere Coca-Cola und Pepsi nach Marktbereinigung durch geändertes Konsumverhalten schnell in unterschiedlichen Fahrwassern.




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