Deutsche Reisebranche boomt

2017 war ein Rekordjahr für die deutsche Reisebranche und 2018 entwickelt sich ebenfalls vielversprechend. Doch der Erfolg hat auch Schaffenseiten.

Sowohl der weltweite als auch der deutsche Reisemarkt boomen. 2017 war ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr für den internationalen Tourismus, bei dem Europa sowohl als Quell- als auch als Zielregion der wichtigste Wachstumstreiber war. Weltweit ist die Zahl der Auslandsreisen um 6,5 Prozent gestiegen und erreichte nach Auswertungen von IPK International 2017 fast 1,2 Milliarden internationale Reisen.

Die jährliche Studie des World Travel Monitors von IPK International untersucht das Auslandsreiseverhalten in mehr als 60 Ländern und deckt damit über 90 Prozent des weltweiten Reiseaufkommens ab. Sie ergab weiterhin, dass Europa im vergangenen Jahr als Destination mit acht Prozent mehr Besuchern am stärksten vom internationalen Wachstum profitieren konnte. Auf Länderebene bleibt Spanien das weltweit beliebteste Reiseziel, gefolgt von den USA und Deutschland. Frankreich und Italien folgen auf den Rängen vier und fünf. Städtereisen waren 2017 mit einem Plus von 18 Prozent der wichtigste Wachstumstreiber. Strand- und Badeurlaube, die den größten Marktanteil im Urlaubssegment ausmachen, wuchsen um neun Prozent. Im Gegensatz dazu sind Rundreisen weltweit um ein Prozent zurückgegangen.

Reiselust der Deutschen hält an

Die Betrachtung des deutschen Reisemarktes zeigt, dass die Reiselust der Deutschen anhält. Die Bundesbürger gaben 2017 insgesamt 64,7 Milliarden Euro für ihre Urlaubs- und Privatreisen aus, bevor sie sie überhaupt antraten. Das ist ein Plus von 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigen aktuelle Auswertungen des Marktforschungsunternehmens GfK für den Deutschen Reiseverband (DRV). Diese Gesamtmarktzahlen enthalten alle Ausgaben der Reisenden aus Deutschland für pauschal und individuell gebuchte Reisen ab einer Übernachtung. Die Deutschen sind mehr gereist und haben auch mehr Geld für ihren Urlaub ausgegeben. Vor allem Kreuzfahrten und Auslandsreisen trieben die Entwicklung hierzulande voran. Gemessen an den Ausgaben sind Badeurlaube mit 14 Prozent und Städtereisen mit zwölf Prozent am stärksten gewachsen.

Reisebranche profitiert von Konsumfreude und niedriger Arbeitslosenquote

Den Auswertungen der Marktforscher der GfK zufolge beginnt 2018 ebenfalls vielversprechend. Die Umsätze durch Vorausbuchungen für den Sommer im deutschen Reisevertrieb stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent (Stand Januar 2018). Das liegt unter anderem an der Konsumfreude und der niedrigen Arbeitslosenquote. Bislang wurden also deutlich mehr Reisen gebucht als im Vorjahr, und das deutlich früher als sonst. Die eingegangenen Reisebuchungen deuten darauf hin, dass die Urlaubsnachfrage 2018 besonders hoch sein wird und die Branche für das gesamte Touristikjahr mit weiter wachsenden Umsätzen rechnen kann. Die Betrachtung des Deutschen Reiseverbandes bezieht sich dabei auf den organisierten Reisemarkt beziehungsweise die Buchungen von Pauschalreisen und Bausteinreisen von Reiseveranstaltern.




Nachricht an die Redaktion

Hier können Sie uns einen Kommentar zu dem Artikel zukommen lassen.
Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

]

Bei unseren Lesern momentan beliebt