„Bedeutung der Schwellenländer nimmt weiter zu“

„Die europäischen Wachstumsprognosen für das kommende Jahr wurden auf zwei Prozent nach oben korrigiert und in den Vereinigten Staaten kann man, sollte die Steuersenkung greifen, mit einem zusätzlichen jährlichen Wachstumsimpuls von 0,3 bis 0,5 Prozent rechnen“, resümiert Sascha Werner, Analyst bei Moventum Asset Management.

Der Blick ins neue Jahr fällt grundsätzlich positiv aus: Die Volkswirte prognostizieren für 2018 ein Weltwirtschaftswachstum von 3,8 Prozent und auch die globalen Einkaufsmanagerindizes stehen für das neue Jahr klar auf Grün. Sand im Getriebe könnte seitens ungewisser politischen Entwicklungen, wie beispielsweise in Spanien und Italien, oder den weltweit wachsenden geopolitischen Spannungen drohen.

Aus unserer Sicht wird sich die positive wirtschaftliche Grundstimmung in den Industrieländern 2018 fortsetzen. In der Eurozone entwickeln sich sowohl die Geschäftsklimaindizes als auch die Arbeitslosenzahlen nachhaltig gut, obgleich die europäische Inflationsrate voraussichtlich auch 2018 von der zwei Prozent-Zielmarke der EZB entfernt bleiben wird. Die europäischen Wachstumsprognosen für das kommende Jahr wurden auf zwei Prozent nach oben korrigiert und in den Vereinigten Staaten kann man, sollte die Steuersenkung greifen, mit einem zusätzlichen jährlichen Wachstumsimpuls von 0,3 bis 0,5 Prozent rechnen.

Für die Kapitalanlage wird jedoch deutlich mehr Potenzial in den aufsteigenden Volkswirtschaften gesehen. Die Bedeutung der Schwellenländer für die Weltwirtschaft nimmt immer weiter zu. Der wirtschaftliche Aufschwung werde sich hier ungebrochen fortsetzen. Die steigende Inlandsnachfrage, der niedrige US-Dollar und die sich erholenden Rohstoffpreise begünstigen die Emerging Markets. Mit geschätzten fünf Prozent für 2017 und 5,2 Prozent für 2018 liegt die Wachstumsrate der Schwellenländer deutlich über die der entwickelten Industrieländer.

Auch die japanische Wirtschaft wachse weiter. Die Volkswirte erwarten für 2018 ein Wachstum von 1,5 Prozent. Getragen wird das Wachstum von den deutlich gestiegenen Investitionen und dem Exportwachstum.




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