„Fed könnte die Renditen weiter nach oben treiben“

„Angesichts des anhaltend starken Konjunkturtrends ist die dritte Leitzinsanhebung in diesem Jahr eher eine Formsache. Dafür dürfte mehr Gewicht auf den nächsten noch anstehenden Schritten liegen“, sagt Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers.

Alle Augen auf die US-Notenbank: Nach Beendigung ihrer Sitzung am Mittwoch steht nicht nur eine Pressekonferenz, sondern auch das vierteljährliche Update ihrer Prognosen auf der Agenda. „Angesichts des anhaltend starken Konjunkturtrends ist die dritte Leitzinsanhebung in diesem Jahr eher eine Formsache. Dafür dürfte mehr Gewicht auf den nächsten noch anstehenden Schritten liegen“, sagt Robert Greil von Merck Finck Privatbankiers. „Steigende Lohn- und Inflationstrends sowie der sehr gute Arbeitsmarkt könnten die Zinsprognosen der Fed weiter nach oben schieben“, meint der Chefstratege. Dies könne dazu beitragen, dass die deutschen Renditen weiter zulegen – etwa, dass die für zehnjährige Bundesanleihen die 0,5%-Marke überspringen.

Auf politischer Seite steht neben den US-Handelskonflikten und dem Brexit (am 30. September beginnt der Parteitag von Theresa Mays Konservativer Partei) Italiens Haushaltsplanung für 2019 im Fokus. Sie soll bis Donnerstag stehen. Darüber hinaus kommt aber auch hinsichtlich der Konjunkturdaten eine wichtige Woche auf uns zu: In Deutschland kommen am Montag das Ifo-Geschäftsklima sowie am Donnerstag das GfK-Konsumklima und die vorläufigen Inflationszahlen im September, bevor am Freitag der Arbeitsmarktbericht für September die Woche abschließt. Auch für Euroland insgesamt stehen mit dem Wirtschaftsvertrauen am Donnerstag wichtige Sentiment-Daten an, bevor auch hier Inflationszahlen (Freitag) kommen. Hinzu kommen in Großbritannien das GfK-Verbrauchervertrauen sowie das finale Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal am Freitag.

In den USA stehen nach dem Verbrauchervertrauen für September am Dienstag am Donnerstag die dritte Schätzung des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal sowie die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter im August an, am Freitag gefolgt von Konsumausgaben sowie Kerninflationsdaten für August. In Asien kommen am Donnerstag Chinas Industriegewinne und tags darauf sowie am folgenden Sonntag diverse Einkaufsmanagerindizes. Und in Japan werden am Freitag der Arbeitsmarktbericht, Einzelhandels- und Industriezahlen für August veröffentlicht.




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