Hohe Cash-Quote erlaubt gezielte Investitionen

Die globalen Krisenherde beschäftigten Anleiheinvestoren in den vergangenen Monaten. Jetzt tritt langsam Entspannung ein, was die Investitionsfreude bestärkt. Christian Bender, der bei HANSAINVEST den Rentenfonds HANSAinternational managt, erklärt, wie sich in einigen Ländern durch unterschiedliche Instrumente attraktive Renditen erzielen lassen.

Aktives Management ist im Rentenbereich wichtiger geworden. So etwa bei Anlagen in der Türkei. Die Türkei grenzt an Syrien und den Irak, in denen Bürgerkrieg herrscht. Das drückt weiter auf die Stimmung. Allerdings seien diese Risiken eingepreist, jetzt müsse der Blick wieder verstärkt auf die wirtschaftliche Lage in der Türkei selbst gerichtet werden. Hier sehen wir nach dem Referendum Ruhe einkehren, was in den nächsten Monaten solide Renditen erlauben wird.

Risikominimierung durch supranationale Emittenten für Schwellenländer

Dabei sei es allerdings derzeit noch empfehlenswert, nicht direkt, sondern über Bande zu investieren: Über die Auswahl eines nicht-türkischen Emittenten lässt sich ein guter Teil der Renditen, die die türkische Lira bietet, ins Portfolio holen. Lediglich die Prämie für das Länderrisiko fällt weg. Wir gehen hier etwa den Weg über eine Anleihe der International Finance Corporation IFC, einer Weltbank-Tochter.  Zwar sei die Liquidität häufig geringer, gleichwohl biete sich das Vorgehen, über surpranationale Adressen zu investieren, ebenfalls in anderen Schwellenländern an.

Interessante Renditen in Fernost und Lateinamerika

So gehen wir auch vor, um die Chancen der indonesischen wie der indischen Rupie zu erschließen. China sollte höher gewichtet werden: Hier fehlt es aber vor allem an entsprechender Liquidität. Das Angebot an hochwertigen Investitionszielen kann bislang leider nicht mit der erhöhten Nachfrage Schritt halten. Brasilien biete nach den rasanten Geschehnissen um die Absetzung der bisherigen Präsidentin und den Gerüchten über ein Fehlverhalten des amtierenden Präsidenten Michel Temer jetzt wieder Einstiegschancen: Hier werden Risiken abgebaut, die Kurse dürften davon profitieren. Auch in Mexiko sei die Lage entspannter als noch kurz nach dem Amtsantritt Donald Trumps mit seinen vehementen Drohungen gegen das Nachbarland.




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