Kryptowährungen auf Talfahrt – Gerüchte-Mix als Ursache?

Ein Erdbeben erschüttert den Kryptomarkt – Mati Greenspan, Senior Market Analyst bei der Social-Trading-Plattform eToro, kommentiert den neusten Kursverfall.

Der Bitcoin-Kurs hat sich zuletzt auf Talfahrt befunden. Altcoins mussten mitunter noch deutlichere Kursverluste einstecken. Doch womit hängen die starken Kursrückgänge zusammen? Aktuell gibt es mehrere Dinge, die Einfluss auf die Nachfrage von Krypto-Tradern haben könnten: Da wäre erstens die für Anleger enttäuschende Nachricht, dass Goldman Sachs Gerüchten zufolge von seinen Plänen abrückt, einen Bitcoin-Trading-Desk zu eröffnen. Laut einem Unternehmenssprecher hat Goldman Sachs allerdings noch keine finale Entscheidung über den Umfang seines Angebots an digitalen Assets getroffen.

Zweitens könnte ein Bericht über den ‚unumgänglichen‘ Kollaps von Ethereum von Anfang der Woche mitverantwortlich für das negative Sentiment sein. Die angeführten Argumente stießen in Teilen auf Zustimmung beim Ethereum-Mitgründer und Entwickler Vitalik Buterin, der sagte, dass jede derzeit existierende Blockchain schlecht sei. Doch Buterin verwies auch darauf, dass sich Ethereum in Zukunft ändern könne.

Bitcoin-Boom im Iran – 24.000 US-Dollar-Marke geknackt

Drittens wird darüber spekuliert, dass eine vermutlich zum früheren Darknet-Schwarzmarkt Silk Road zählende Bitcoin-Wallet nach langer Zeit wieder aktiv geworden ist und einen milliardenschweren Verkauf veranlasst hat. Eine vierte mögliche Erklärung ist die Stärke des US-Dollars. Viele Menschen dürften die Leitwährung aktuell als den stabileren Wertspeicher erachten. Unter dem Strich sollten die Preisbewegungen nicht überbewertet werden. Eine solche Volatilität ist normal für Kryptowährungen. Insofern erleben wir nichts Neues. Wir befinden wir uns in der gleichen stetigen Handelsspanne, in der wir die letzten sechs Monate waren.

Ganz anders sieht die Situation für Kryptowährungen aktuell übrigens im Iran aus: Am Dienstag erreichte der Bitcoin-Kurs auf der iranischen Krypto-Börse Exir zeitweise Preise von umgerechnet 24.000 US-Dollar. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass die Regierung des Landes das Mining von Kryptowährungen rechtlich anerkennen möchte – und die heimische Währung aktuell zugleich nicht als sicherster Wertspeicher erachtet wird.




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