“Über Wirtschaftszyklen hinweg denken”

Der Vermögensverwalter CONREN hat sich auf die Betreuung langfristig orientierter Familienvermögen spezialisiert und offeriert drei vermögensverwaltende Fonds. Cash.Online sprach mit Andreas Lesniewicz, Geschäftsführer von CONREN, über die Investmentphilosophie des Hauses.

Herr Lesniewicz, welche Philosophie steht hinter dem, was Sie bei CONREN tun?

Lesniewicz: Für unseren Ansatz ist das eigene Verständnis darüber, wie Ökonomien und Märkte funktionieren enorm wichtig. Wir testen es permanent und entwickeln es sukzessive weiter. Und das nicht nur in Bezug auf grundsätzliche Funktionsweisen und Zusammenhänge, sondern auch in Bezug auf die aktuellen Markteinschätzungen. Hierbei trifft man auch auf den unternehmerischen Hintergrund von CONREN. Denn die meisten großen und erfolgreichen Unternehmer und Investoren haben allgemeine Wahrnehmungen und Weltbilder nicht akzeptiert, sondern diese immer in Frage gestellt, um ein sehr tiefes Verständnis und Gefühl der Funktionsweise ihres Marktes zu gewinnen.

Wie überträgt sich dieses Verständis auf Ihr Handeln bei CONREN?

Wichtig sind diese Zusammenhänge nicht nur für den Vermögensausbau, sondern insbesondere auch für den Vermögenserhalt über Brüche und Zyklen an den Kapitalmärkten hinaus. Dadurch ist es von hoher Bedeutung für die Enkelfähigkeit von Investments und ein wichtiger Bestandteil des langfristigen CONREN Absolute Return Ansatzes. Beim Fehlen dieses Verständnisses ist es beinahe unmöglich über Wirtschaftszyklen hinweg zu denken, Marktschwächen auch als Chance zu sehen und sich von Zeit zu Zeit auch antizyklisch zu positionieren. Erst diese Ruhe, die einem Grundprinzipien und die langfristige Ausrichtung gibt, eröffnet die Möglichkeit, sich kurzfristig eröffnende Chancen an den Märkten wahrzunehmen.

Ökonomien und Märkte bewegen sich in der Regel in bestimmten Zyklen. Wie gehen Sie damit um?

Dieser Umstand ist für uns von zentraler Bedeutung. Denn Zyklen können nicht nur mehrere Monate, sondern auch Jahre oder gar Jahrzehnte andauern. Und Zyklen verschiedener Märkte verlaufen dabei in den seltensten Fällen synchron. Uns geht es nicht nur darum, Zyklen in all ihren Phasen zu nutzen, sondern wir wollen auch in Zeiten von Übergängen und Wandelbewegungen bestehen. Last but not least wollen wir auch Bärenmärkte für unsere Kunden nutzen. Denn gerade in Phasen abwärts gerichteter Märkte gibt es immer Möglichkeiten für gute Investments. Diese wahrzunehmen ist für einen langfristigen Vermögensausbau sehr wichtig.

Gibt es eine weitere Überzeugung, die Sie bei CONREN umtreibt?

Ja, wir nehmen dazu besonders die Märkte in den Fokus. Sie verhalten sich so gut wie nie rational und sind auch nicht effizient. Schließlich werden sie von Menschen und von Maschinen bestimmt, die von Menschen programmiert wurden und gemacht werden. Deshalb fassen wir die nach unserer Auffassung wichtigsten Einflussgrößen und Indikatoren in Bezug auf die Kursbestimmung von Wertpapieren regelmäßig mit Hilfe unserer Investmentgrundsätze CONREN`s M 3 zusammen.

Was verbirgt sich hinter den drei „M“?

M 3 steht für Makro, Mikro und Markt. Das M für Makro ist ein Baustein der Rubrik „Wie Märkte sich verhalten sollten – Fundamental-Daten“. Das Augenmerk liegt hier auf drei makroökonomischen Faktoren, die unseres Erachtens auf die Entwicklung von einzelnen Vermögenswerten einen entscheidenden Einfluss haben: 1. Wachstum, 2. Inflation (Zinsen) und 3. monetäre Basis (expansive versus restriktive Gesamtliquiditätssituation). Das zweite M für Mikro widmet sich der Bewertung von Vermögenswerten. Dabei werden sowohl „relative“ als auch absolute Bewertungsparameter herangezogen. Unterschiedliche Vermögensklassen werden sowohl einzeln (absolut) als auch im relativen Verhältnis zueinander analysiert, um insbesondere auch im historischen Zusammenhang Über- und Unterbewertungen zu eruieren. In der Rubrik „Wie sich Märkte tatsächlich verhalten“ findet sich die technische Analyse der Marktentwicklung. Die Ereignisse an den Anlagemärkten zeigen deutlich, dass sich Wertpapierpreise langfristig zwar durchaus rational im Sinne der unterliegenden ökonomischen Struktur – zum Beispiel aufgrund Gewinnentwicklungen von Unternehmen bei Aktienpreisen – entwickeln. Kurz- und mittelfristig hängen sie jedoch weit weniger von rationalen Entscheidungen ab, sondern vielmehr von nicht-rationalen Verhaltensmustern der breiten Anlegergemeinde.




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