Vier Prognosen für 2019

Wie werden sich Aktien in einem Umfeld mit politischen Spannungen und steigenden Zinsen entwickeln? Weltweit zeigten Aktien 2018 eine gemischte Performance. Anfang des Jahres gewann der Bullenmarkt in den USA noch an Dynamik, Turbulenzen in der Tech-Branche brachten die Rallye im Oktober dann aber zu einem abrupten Ende.

Neben der Tech-Branche trug der Handelsstreit zwischen den USA und China – und Sorgen um deutliche Auswirkungen auf das Wachstum in handelsabhängigen Volkswirtschaften – ebenfalls zur unterdurchschnittlichen Wertentwicklung bei, mit besonders negativen Folgen für die Schwellenländer. In Großbritannien und Kontinentaleuropa gab es zusätzlichen Gegenwind durch die Unsicherheiten rund um den Brexit und italienischen Haushalt.

Wird 2019 also weitere schlechte Nachrichten bringen oder könnten sich die globalen Märkte erholen? In diesem Beitrag legen die Fondsmanager von Aviva Investors ihre Prognosen für die kommenden Monate dar.

Ausgang des Handelsstreits beeinflusst Entwicklung

Der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China dürfte sich 2019 negativ auf die Entwicklung auswirken, insbesondere, wenn weitere Zollerhöhung durch eine Einigung nicht verhindert werden können. Abgaben auf Importe aus China belasten schon jetzt das Geschäftsklima und könnten zu niedrigeren Konsumausgaben führen, wenn die Unternehmen die höheren Kosten an die Kunden weitergeben. Chinas Vergeltungszölle auf US-Exporte von Rohstoffen wie Sojabohnen und Rohöl sind in diesen Sektoren schon jetzt zu spüren.

Die Handelskonflikte haben auch andere Regionen besonders hart getroffen, etwa die Schwellenländer. In Märkten wie Großbritannien sind die meisten negativen Nachrichten in den Kursen der am stärksten gefährdeten Unternehmen nun schon enthalten. Eine Deeskalation im Zollkonflikt könnte daher bei internationalen Unternehmen mit Sitz in Großbritannien einen kräftigen Kursanstieg auslösen – insbesondere in der Bergbau- und Industriebranche.

Zinserhöhungen als Gefahr für verschuldete US-Unternehmen

Eine straffere Geldpolitik dürfte zudem 2019 einen großen Einfluss auf die Aktienperformance haben. In dem Umfeld rekordniedriger Zinsen haben die Unternehmen den relativ günstigen Zugang zu Kapital genossen, um das Wachstum mit Krediten anzuschieben. Ebenfalls Folge des niedrigen Zinsniveaus war ein Liquiditätsüberschuss, den Unternehmen für eine steigende Verschuldung nutzten – nach dem Motto „Eine steigende Flut für alle Schiffe“. Jetzt, da sich die Finanzierungsbedingungen verschärfen und die Zinsen anziehen, könnten sich Unternehmen mit zu hohen Schulden als besonders anfällig erweisen – speziell in den USA, die im Zinszyklus schon weiter fortgeschritten sind.

Seite zwei – Anlagechancen in Europa und Schwellenländern



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