Warum Chinas Finanzaufseher jetzt ernst machen könnten

Werden Chinas Finanzaufseher den Kryptowährungen die Luft nehmen? Mati Greenspan, Senior Market Analyst bei der Social-Trading-Plattform eToro, kommentiert die Regulierung von Kryptowährungen und die Entwicklung der Altcoin Ripple.

Die Aufsichtsbehörden sind hinter den Kryptowährungen her. Das konnten wir Anfang des Monats an der Ankündigung der südkoreanischen Regierung beobachten, den Handel mit Kryptowährungen stark einzuschränken. Gestern hielten die Finanzaufseher Chinas eine Klausurtagung ab, um zu ergründen, wie sich der zunehmende Strombedarf des Bitcoin-Netzwerks einschränken lässt. Denn ein Großteil der Mining-Power von Kryptowährungen entfällt auf China, da Energie dort günstig ist. Würde man diesen Hahn schlagartig abdrehen, könnte das für die Nummer 1 der Kryptowährungen unter Umständen einen folgenschweren Schlag bedeuten.

Technologisch ist Bitcoin bereits überholt. Auch wenn die Mutter aller Blockchains innovativ und revolutionär erscheinen mag, hat das Bitcoin-Protokoll seit seiner Schöpfung im Jahr 2009 kein erhebliches Upgrade erhalten. Die Anzahl der unbestätigten Transaktionen im Netzwerk sind im vergangenen Monat stark angestiegen und in den vergangenen Tagen ist die Transaktionsdauer zwischenzeitlich auf ein Rekordhoch von 11,5 Stunden angestiegen. Die im August implementierte SegWit-Lösung erlaubt es zwar, einen Teil der Transaktionsdaten außerhalb der Blockchain zu speichern. Das sollte für höhere Effizienz sorgen. Doch gegenwärtig nutzen leider weniger als 10 Prozent der Miner diese Option. Für Bitcoin lässt sich nur hoffen, dass sich ein Weg findet, schnell Herr der Skalierungsproblematik zu werden.

Ripple weiter im Aufwind

Eine Alternative zu Bitcoin ist Ripple: Der Preis der Altcoin hat seinen rasanten Anstieg auch in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag fortgesetzt. Allein im vergangenen Monat verzeichneten die XRP-Token einen Gesamtzuwachs von 1.343 Prozent und der Kaufdruck hält weiter an. Selbst wenn XRP einen Preis von 10 US-Dollar erreichen würde, würden die Kosten für die kleinstmögliche Transaktion immer noch bloß ein Hundertstel eines Cents betragen. Das bedeutet, dass der XRP-Preis bei 100.000 US-Dollar liegen müsste, damit die Transaktionskosten 1 US-Dollar betragen würden. Damit mehr Menschen von geringen Transaktionskosten profitieren können, müssten aber mehr Banken diese Option einbinden und die Token verwenden.




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