Rebound bei High-Yield-Anleihen

Die Kreditmärkte konnten schon in den ersten drei Monaten dieses Jahres die Verluste aus dem Vorjahr im Segment der High-Yield-Anleihen kompensieren. Peter Jeggli von Fisch AM zufolge hatte damit kaum jemand gerechnet.

Nach dem Ausverkauf im vierten Quartal 2018 legten die Kreditmärkte in den ersten drei Monaten einen starken Rebound hin. So konnten sie die Verluste aus dem Vorjahr im Segment der High-Yield-Anleihen bereits kompensieren. Mit dieser raschen Aufholjagd rechnete wohl kaum ein Investor. Ausschlaggebend waren verschiedene Faktoren: die Rückbesinnung auf Fundamentaldaten, deutlich weniger negative Nachrichten aus dem Handelsstreit zwischen den USA und China, das unerwartete Verharren der US-Zinsen auf tieferem Niveau sowie weiterhin moderate Wirtschaftszahlen ohne Anzeichen einer Rezession. Zusammen mit den attraktiven Bewertungen zu Jahresbeginn führte dieses Umfeld zu Zukäufen und Kursgewinnen.

In Zahlen ausgedrückt erwirtschafteten per 25. März 2019 US-Hochzinsanleihen 6,2 Prozent Rendite und europäische High-Yield-Bonds 4,8 Prozent – jeweils nach Hedgekosten. Die Gründe für die Outperformance im US-Markt sind der höhere Anteil an riskanteren CCC gerateten Papieren, die sich sehr gut entwickelten, und der stärker vertretene Sektor Energie. Insbesondere der Bereich Energie erholte sich bis dato enorm aufgrund der Erholung des Ölpreises nach seinem Absturz im vierten Quartal. Generell führte die Einengung der Credit Spreads zu Kursgewinnen. Wir sehen aktuell einen Wert von 415 Basispunkten über US-Staatsanleihen gegenüber 550 Basispunkten Ende des vergangenen Jahres. Im Schnitt lagen die Credit Spreads in 2018 bei 375 Basispunkten, sodass wir hier nun weniger Potenzial für eine weitere Einengung sehen.

Ausfallraten bleiben tief

Nach der schnellen Erholung und den gestiegenen Kursen sollten Anleger im Bereich der Hochzinsanleihen mit einer zeitweiligen Konsolidierung rechnen. Dennoch sind die Aussichten in diesem Segment solide und Korrekturen eignen sich für eine schrittweise Aufstockung der Allokation. Denn die Unternehmensdaten verbessern sich weiterhin und die Firmen weisen gute Bilanzen aus. Und die Ausfallraten, einer der wichtigsten Parameter in dieser Anlageklasse, bleiben tief und stärken dadurch das Investorenvertrauen in die Anlageklasse. Wenn zudem die Rohstoffpreise stabil bleiben oder zulegen und die Weltwirtschaft nicht einbricht, dürften High-Yield-Bonds dieses Jahr eine attraktive Rendite erzielen.

Seite zwei – der Markt ist technisch gesund



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