Der Anfang vom Ende?

Mati Greenspan von der Social-Trading-Plattform eToro sieht durch eine neue Technologie digitale Zahlungsweisen, Online-Banking und auch das derzeit sehr gehypte Bitcoin bedroht.

Still und leise befindet sich neben der Blockchain eine weitere Technologie auf dem Vormarsch und könnte diese vielleicht gar überflüssig machen. Quantum Computing wird aktuell von einigen der größten Tech-Player der Welt entwickelt. IBM, die NSA und Google arbeiten allesamt intensiv daran, im nächsten Jahrzehnt alles, was wir über Computer wissen, irrelevant zu machen.

Negative Folgen der Quantenphysik

Die Idee ist relativ einfach: In der Welt der Quantenphysik ist alles möglich. Zum Beispiel ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass man es schafft, einen Basketball durch eine Ziegelmauer zu werfen, doch die Chancen sind größer als Null. Auf Computer übertragen heißt das, dass wir Wahrscheinlichkeiten statt in nacheinander erfolgender Kalkulation alle auf einmal berechnen könnten. Dinge wie Passwörter oder private Schlüssel etwa ließen sich durch einen Quantencomputer in wenigen Augenblicken reproduzieren. Das könnte nicht nur Bitcoin gefährlich werden, sondern auch digitale Zahlungsweisen, Online Banking und praktisch alle Bereiche der Verschlüsselung und Cybersicherheit bedrohen.

Aufbau einer Abwehr-Infrastruktur

Zwar sind wir noch Jahre entfernt davon, dass dies eine tatsächliche Sorge werden dürfte. Doch es ist jetzt an der Zeit, dass wir zum Schutz dagegen eine Infrastruktur aufbauen. Das Unternehmen Droplex, welches seinen Vorab-ICO in Kürze abschließt, möchte eine sichere Blockchain schaffen, die gegen Attacken künftiger Q-Hacker unempfindlich ist. Dass hier schon jemand an einer Lösung für ein Problem arbeitet, welches es noch gar nicht gibt, ist beruhigend. In fünf Jahren werden wir dann vielleicht erneut darüber debattieren, welcher Weg der beste ist, um die Sicherheit von Bitcoin gegen solche Attacken zu verbessern.




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