Blockchain-Assets als Alternative

Nachdem in den letzten Jahren der Bullenmarkt die Börsen prägte, wird das Marktumfeld wieder herausfordernder. Anleger sollten ihre Portfolioallokation Frank Gessner von Invao zufolge überdenken. Dabei können Blockchain-Assets als alternative Anlageklasse Chancen eröffnen.

Ein traditioneller Portfoliomix aus Aktien und Anleihen hat ausgedient. Anleger, die im Niedrigzinsumfeld große Teile ihres Anlagevermögens aus Anleihen in Aktien umgeschichtet haben, stehen vor einem Dilemma: Mit einer erhöhten Volatilität an den Märkten hat sich das Ertrags-Risiko-Profil ihrer Portfolios verzerrt. Angesichts zunehmender Volatilität an den Aktienmärkten wieder zurück in Anleihen umzuschichten, erscheint aber kaum als eine Lösung: Die Zinsen können nahezu nicht weiter sinken. Das macht ein langfristiges Engagement in Anleihen unattraktiv, da die Kurse bei einer potenziellen Zinswende in den Keller fallen würden. Es braucht also Alternativen, genauer: alternative Anlageklassen, die Diversifikationsmöglichkeiten bieten und vor fallenden Kursen schützen. Dies bedingt, dass die zugrundeliegenden Vermögenswerte möglichst unkorreliert zu klassischen Märkten sein müssen. Bisher standen dabei beispielsweise Anlagemöglichkeiten wie Hedgefonds, Immobilien oder Rohstoffe wie etwa Edelmetalle im Mittelpunkt. Nun reiht sich eine neue Alternative in diese Liste ein: das Blockchain-Asset.

Digitale Währungen werden erwachsen

Blockchain-Assets werden von institutionellen Investoren bislang seltener in Betracht gezogen. Das mag zum einen daran liegen, dass bis jetzt ein geeignetes Vehikel fehlte, das Zugang zu einem breit gestreuten Portfolio und ausreichend Liquidität bietet. Oder aber schlichtweg daran, dass es sich um eine neue Technologie handelt, die äußerst komplex ist. Welcher Grund auch immer verantwortlich ist, wer sich genauer mit digitalen Währungen und Blockchain-Assets auseinandersetzt, wird feststellen, dass sie durch Eigenschaften charakterisiert sind, die sie zu einer geeigneten alternativen Anlageklasse machen. Und diese Überzeugung setzt sich zusehends in etablierten Kreisen durch. Beispielsweise empfiehlt das National Bureau of Economic Research, das größte Wirtschaftsforschungsinstitut der USA, digitale Währungen mit einer Gewichtung von bis zu sechs Prozent im Portfolio beizumischen, um eine optimale Allokation zu erzeugen.

Blockchain-Assets bieten alle Vorteile einer alternativen Anlageklasse

Die wohl bekannteste digitale Währung, der Bitcoin, gibt am Markt noch immer den Ton an. Daher korrelieren Blockchain-Assets untereinander stark. Zu klassischen Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen besteht aber eine Korrelation von nahezu null. Das macht diese Anlageklasse aus Sicht der Portfoliodiversifikation attraktiv: Sie bietet Abwärtsschutz, falls sich traditionelle Märkte rückläufig entwickeln sollten. Zudem können Blockchain-Assets auch zur Optimierung des Gesamtrisiko-Rendite-Profils des Portfolios beitragen. Betrachtet man die Entwicklung der Sharpe Ratio von Bitcoin in den vergangenen fünf Jahren, so hat die digitale Währung die gängigen traditionellen Anlageklassen wie Anleihen, Aktien, Gold, Rohöl oder Immobilien in Bezug auf ihre risikoadjustierten Renditen übertroffen.

Blockchain-Assets bieten Mehrwert zu traditionellen alternativen Anlageklassen

Blockchain-Assets stellen nicht einfach nur eine weitere alternative Anlageklasse dar, sie bieten auch innerhalb dieses Aggregats einzigartige Vorteile. Zum einen werden die Kurse einer digitalen Währung in Echtzeit abgebildet. Das macht es einfacher, den tatsächlichen Wert eines Assets zu bestimmen. Gerade darin besteht häufig ein Problem anderer alternativer Anlageklassen wie beispielsweise Immobilien.

Seite zwei – Blockchain-Assets gehören zu Liquid Alternatives




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