Nachdem in den letzten Jahren hohe ausgelagert Speicher-Kapazitäten in Datencentern aufgebaut wurden, ist dieser erste, dynamische Zyklus weitgehend abgearbeitet. Die Kapazitäten der Cloud sind hoch und bei weitem noch nicht ausgelastet. Das liegt daran, dass die Technologie einen Hype ausgelöst hat. Nahezu jedes Unternehmen weltweit hat sich mit diesem Thema auseinandergesetzt. Basierend auf dieser Euphorie haben sich Cloud-Anbieter positioniert und ihre eigenen Prognosen laufend nach oben angepasst. Vor allem in den USA und China wurde viel Geld in den Aufbau der entsprechenden Infrastruktur investiert. Doch zeigt sich nun, das ein „Umzug“ in die Cloud vielfach nicht so einfach ist.

Einige Unternehmen noch nicht bereit für Cloud

Mittlerweile ist der Markt wohl relativ gesättigt und unsere Unternehmensgespräche haben ergeben, dass einige Unternehmen noch gar nicht so weit sind, ihre Dateninfrastruktur in die Cloud zu verlagern. Ein Unternehmen beispielsweise berichtete TBF, in einem großen Projekt all seine knapp 2000 Anwendungen auf ihre Cloud-Fähigkeit überprüft zu haben. Davon waren dann am Ende nur zwölf Anwendungen umzugsfähig in die Cloud. Das Beispiel zeigt, dass der Technologie Grenzen gesetzt sind und die vielbesungene Freiheit ihre Grenzen hat. Große Anbieter von Cloudspeicherlösungen sprechen nun offen über eine anstehende Optimierung der schon existierenden Datencenter. So hat sich ein weiterer Baustein in die Wertschöpfungskette eingefügt. Es handelt sich dabei um die Software zur Optimierung der Speicherkapazitäten sowie zur effizienteren Kommunikation sowohl innerhalb eines Netzwerks, als auch in Kombination mit der Cloud beziehungsweise den Datenzentren selbst.

Ein Großteil der Start-Ups und Softwarefirmen nutzen die Cloud, um schnell und von überall auf ihre Daten zugreifen zu können. Viele andere Unternehmen haben noch Schwierigkeiten, ihre Daten dezentral zu speichern. Der neue Mobilfunkstandard hingegen sorgt für mehr Datenerhebungen und somit mehr Sammlung, Speicherung und Verarbeitung von Daten. Das kann dazu führen, dass die Cloud-Technologie sich weiter entwickelt. Allerdings ist noch lange kein Standard erreicht, der es rechtfertigt, die Speicherkapazitäten stark auszuweiten. Gleiches gilt für die Nutzungsmöglichkeiten. Viele Anbieter sind auf dem Boden der Tatsachen angekommen und produzieren so zum Teil noch auf Halde. Der Unternehmenseigene Ausblick der Cloud-Anbieter basiert demnach oft auf Hoffnungen.

TBF glaubt, dass diese Überkapazitäten nur langsam durch eine entsprechende Nachfrage ausgeglichen werden. Zunächst dürfte sich Ernüchterung ausbreiten, hier und da dürften negative Zahlen berichtet werden. Wie bereits erwähnt dürfte in Verbindung mit 5G ein zweiter, dynamischer Zyklus beginnen. Das dürfte aber nicht vor 2020 oder 2021 passieren.

Seite drei – mobile Endgeräte formen Technologie




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