Der Wirtschaftsfaktor Smartphone

Der Digitalverband Bitkom und Deloitte legten heute eine Studie vor, die zeigt, dass Smartphones eine signifikante Größe für die deutsche Volkswirtschaft darstellen. Die Branche wächst, und beflügelt dabei andere Branchen.

Das iPhone legte vor zehn Jahren den Grundstein für einen neuen Hype. Seitdem erobern Smartphones die Taschen der Verbraucher. Doch nicht nur die Telefonie wurde revolutioniert, vielmehr eröffneten sich mit den neuartigen Endgeräten auch neue Trends, Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten. Webseiten, Anwendungen, digitale Plattformen und Hardware werden nicht nur an die kleinen Helfer angepasst, sondern mittlerweile für diese entwickelt.

„Innerhalb nur eines Jahrzehnts ist das Smartphone von einem Nischenprodukt für Geschäftsleute und Technik-Nerds zu einem unverzichtbaren Begleiter für die breite Masse geworden. So schnell hat bislang keine andere Technologie den Alltag so vieler Menschen verändert“, sagt Klaus Böhm, Director und Leiter Media bei Deloitte. In Zahlen: Während im Jahr 2009 nur etwa sieben Millionen Menschen ein Smartphone nutzten, besaßen und nutzten bereits Ende 2016 rund 50 Millionen Deutsche die smarten Geräte. Bis zum Jahr 2022 wird die Nutzerzahl nach Prognosen auf etwa 65 Millionen Nutzer ansteigen.

1,4 Prozent des deutschen BIP im Zusammenhang mit Smartphones

Der Digitalverband Bitkom und das Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte legten heute die Trendstudie „Consumer Technology 2017“ vor. Die Zahlen sind beeindruckend, denn die Studie kommt zum Ergebnis, dass bereits 1,4 Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes in Zusammenhang mit Smartphones stehen. Perspektivisch wird der Anteil von Smartphones an der Wertschöpfung in den nächsten Jahren weiter wachsen. Demnach wird der Anteil am BIP für das Jahr 2022 auf etwa 1,7 Prozent geschätzt. Die Studie berechnet, dass das Gesamtvolumen der Smartphone-generierten Umsätze bis dahin auf über 60 Milliarden Euro zunehmen könnte. Gegenwärtig liegt das Volumen bei 45 Milliarden Euro.

Nachfrage nach Smartphone bleibt stabil, Phablets besonders gefragt

In Deutschland liegt das Umsatzvolumen im laufenden Jahr bei etwa 9,77 Milliarden Euro. Damit kann der deutsche Smartphone-Markt voraussichtlich einen höheren Umsatz als die gesamte klassische Unterhaltungselektronik erreichen. Starke Nachfrage verzeichnen vor allem größere Smartphones, sogenannte Phablets, mit einer Display-Größe von über 5,5-Zoll. Prognosen gehen davon aus, dass der Absatz für Phablets zukünftig um 8,2 Prozent weiter zulegen dürfte.




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