Es braucht eine Gesamtstrategie für den Erfolg

Werden 90 Prozent der Banken bis 2030 verschwunden sein? Wer wird dann überleben? Über die Fragen entscheidet wohl auch die richtige Strategie für eine digitale Zukunft. Der erste Teil der Triologie: Die Gesamtstrategie.

In dem Artikel vom 28.06.2018 erläuternden wir die grundlegenden Defizite der Digitalisierung bei deutschen Privat- und Firmenkundenbanken auf Basis der Analyse der Beratungsgesellschaft Oliver Wyman. Doch warum sollten Banken überhaupt eine klare Digitalstrategie verfolgen – und wie kann das gelingen?

Beschleunigte Reduzierung von Kreditinstituten

Die Zahl der Kreditinstitute in Deutschland sinkt beständig. Lag die Zahl laut Statista im Jahr 1957 noch bei über 13.000 Kreditinstitute, existierten im Jahr 2017 nur noch 1.813 Unternehmen.

Die Digitalisierung könnte das Bankensterben weiter beschleunigen. Die Beratungsgesellschaft Oliver Wyman prognostiziert in ihrem Bankenreport Deutschland 2030, dass es bis zum Jahr 2030 zu einer radikalen Konsolidierung der Branche kommen könnte. Demnach würden möglicherweise nur noch rund 300 Banken den Wandel überleben.

Dieser Umstand macht laut Oliver Wyman deutlich, welche Relevanz die Digitalstrategie für das Überleben vieler Banken besitzt. Allerdings müssten drei zentrale Ansätze ins Zentrum der eigenen digitalen Unternehmensstrategie rücken.

Digitalisierungsstrategie als Gesamtstrategie begreifen

Unternehmen müssten eine eindeutige Marktpositionierung entwickeln, und darauf aufbauend sei es notwendig ein konkretes Ziel-, Kunden- und Leistungsportfolio zu definieren. Demzufolge verschmelze die Digitalisierung zunehmend mit der Gesamtbankstrategie.

Die Analyse empfiehlt den Unternehmen, sie sollten zunächst die zukünftige Digitalstrategie überprüfen, indem sie die digitalen Geschäftsmodell-Szenarien simulieren. Eine derartige Szenarioanalyse könne bei gleichzeitiger Einbindung der Kundenbedürfnisse zu einer nachhaltigen Digitalisierungsstrategie führen.

Die persönliche Interaktion mit den Kunden bliebe auch in Zeiten des Internets relevant. Hier müsse Sorge getragen werden, durch „mehrwerthaltige digitale Interaktion“ den Kundenkontakt zu stärken. Möglich sei dies etwa durch kanalübergreifende Zugänge über die verschiedenen Vertriebswege. Zudem geben die Experten zu bedenken, dass nicht nur „klassische“ Finanzprodukte im Angebotsportfolio liegen sollten.




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