Es überrascht daher nicht, dass größere Molkereien ihr Produktspektrum dahingehend erweitern, dass neben dem normalen Milchpulver auch deutlich wertvollere Beiprodukte wie Lactoferrin oder hochkonzentrierte Molkeproteine vermarktet werden. Die eigene Wertschöpfung erhöht sich hierdurch nennenswert.

Die nicht endende Fitnesswelle fördert seit Jahren den Kauf von Protein-Snacks und -Getränken. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend zum „gesunden Snacking“ vor allem in den USA, Kapazitätsengpässe sind dort derzeit keine Seltenheit.

Bio-Anbau unter Kunstlicht

Auch im Bio-Segment sollen neue Anbaukapazitäten erschlossen werden. Während anfangs das Bioangebot außerhalb des Fachhandels hauptsächlich nur aus Frischeprodukten wie Eier, Milch und Obst bestand, gewinnen nun auch Bio-Fertigprodukte massiv an Bedeutung. Entsprechend wächst hierzulande der Markt für Bioprodukte um etwa zehn Prozent pro Jahr.

Dabei dürfte jedem klar sein, dass Bio-Kartoffeln aus Ägypten im Hinblick auf die Ökobilanz weniger gefragt sein sollten. Städtische Gewächshäuser mit Kunstlicht werden in diesem Zusammenhang daher gerne als Lösung der Zukunft präsentiert. Der hier mögliche Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und der reduzierte Dünger- und Wassereinsatz machen das Konzept durchaus attraktiv. Leider führen die hohen Energiekosten aktuell noch zu einem Kostennachteil von 200 bis 300 Prozent – was bislang nur in Städten wie Tokio oder New York durch höhere Absatzpreise profitabel aufgefangen werden kann.

Auf Innovationstreiber setzen

Abschließend lässt sich aus Investorensicht festhalten: Die glorreichen Zeiten der Nahrungsmittelkonzerne, die in der Vergangenheit allein auf Größe und Marktmacht setzten, sind spätestens seit dem Aufkommen des Internet-Handels vorbei. Vielmehr erscheinen die Aktien der Unternehmen des Lebensmittel- und Agrarsektors interessant, die entweder innovative Lösungsansätze in der Produktion beziehungsweise bei der Futtermittelherstellung anbieten oder neue wachsende Marktsegmente besetzen. Im Aktienfonds „DJE – Agrar und Ernährung“ setzen wir daher vorwiegend auf Nahrungsmitteltitel, deren Managements frühzeitig die Bedeutung des zunehmenden gesellschaftlichen Bewusstseins für Nachhaltigkeit und Gesundheit erkannt haben. Generell wird das Potential vieler Innovationen am Lebensmittelmarkt noch eher unterschätzt. Dies bietet entsprechende Chancen für den Anleger.




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