Global Retirement-Index: Deutschland unter Top 10

Jörg Knaf, Executive Managing Director – DACH Countries bei Natixis Global Asset Management, stellt die aktuelle Studie zum Global Retirement Index vor: Warum ist es wichtig über die Rente nachzudenken und welchen Trends zeichnen sich global ab?

Beim diesjährigen Global Retirement-Index für 2017, der von Natixis Global Asset Management vorgestellt wurde, belegt Deutschland von den 43 untersuchten Ländern im weltweiten Vergleich erneut den siebten Platz. Im Rahmen des Index werden in den vier Kategorien „Gesundheitsversorgung“, „finanzielle Lage im Alter“, „Lebensqualität“ und „materieller Wohlstand“ insgesamt 18 Faktoren analysiert, die Rentner in 43 Staaten beeinflussen. Somit zeichnet der Index ein Bild des Altersvorsorgeumfelds weltweit. Vor allem in den Kategorien „Gesundheitsversorgung“, „Beschäftigung“ und „Pro-Kopf-Einkommen“ schneidet Deutschland sehr gut ab.

Global Retirement Index 2017: acht westeuropäische Staaten dominieren

Zu den Staaten, die der Index bei der Altersabsicherung als weltweit führend identifiziert hat, zählen in erster Linie acht westeuropäische Länder, die die Top 10 dominieren. Dies sind das auf dem ersten Platz liegende Norwegen, gefolgt von der Schweiz, Island, Schweden, Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und Luxemburg. Neuseeland (Rang 5) und Australien (Rang 6) vervollständigen als einzige außereuropäische Länder die Liste der zehn besten Staaten. Ebenso wie viele andere Top 10-Nationen profitiert auch Deutschland von bewährten staatlichen Rentensystemen und bereits seit langem etablierten Leistungszusage-Programmen. Sie bieten den Arbeitnehmern eine solide Grundlage für die Finanzierung der Altersvorsorge.

Die größte Volkswirtschaft und Exportnation in Europa schneidet dabei auch in dem diesjährigen Index erneut sehr gut ab. Der Index belegt, dass Deutschland bei den Sub-Kriterien ‚Gesundheitsversorgung‘, ‚Beschäftigung‘ und ‚Pro-Kopf-Einkommen‘ hervorragende Ergebnisse erzielt und seine Top 10-Platzierung innerhalb des Index bestätigt hat. Deutsche Rentner profitieren also von einem ausgezeichneten Gesundheitssystem und von vollen Rentenkassen. Angesichts eines sich stetig verändernden Marktumfelds sowie wegen der demografischen Herausforderung, dass immer weniger junge Menschen immer mehr Rentner unterstützen müssen, wird der Einzelne in Zukunft einen größeren Teil seiner Altersvorsorge selbst finanzieren müssen.

Deutschland erneut unter den Top 10-Ländern

Obwohl Deutschland insgesamt im Vergleich zum letzten Jahr etwas schwächer abgeschnitten hat, konnte es auch in diesem Jahr wieder einen Platz unter den Top 10 für sich sichern. Der leichte Rückgang resultiert hauptsächlich aus schwächeren Werten in den Kategorien „materieller Wohlstand“ (7. Platz), „Gesundheit“ (10. Platz) und „finanzielle Lage im Alter“ (21. Platz). Der schwächere Wert beim materiellen Wohlstand ist hauptsächlich durch eine niedrigere Punktzahl beim Sub-Indikator für die Einkommensgleichheit zu erklären, denn bezüglich der übrigen Indikatoren dieser Kategorie steht Deutschland ähnlich wie im letzten Jahr sehr gut da: Sowohl beim Beschäftigungsindikator (9. Platz) als auch beim Indikator für das Pro-Kopf-Einkommen (10. Platz) liegt es in den Top 10. Bei den Gesundheitsausgaben pro Kopf (7. Platz) und den von der Versicherung abgedeckten Gesundheitsausgaben (8. Platz) weist das Land hingegen ebenfalls Top 10-Platzierungen auf. Bei dem Sub-Indikator für die Altersabhängigkeit belegt Deutschland im Vergleich zu den anderen im Global Retirement-Index (GRI) vertretenen Ländern allerdings den fünftletzten Platz. Beim Indikator für die Umweltfaktoren konnte Deutschland im Vergleich zum Vorjahr hingegen aufholen.




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