Growth hat die Nase vorn

Historisch betrachtet übertreffen Growth-Titel Value-Aktien. Dementsprechend bringt ein aktiver Ansatz eine Wertsteigerung im Portfolio. Hierfür sollten die Anleger die Chancen, die sich daraus ergeben nutzen. Carsten Gerlinger vom Vermögensverwalter Moventum, erklärt die Vor- sowie Nachteile.

Wachstumswerte haben in den vergangenen fünf Jahren die Performance der Value-Aktien deutlich übertroffen. Sowohl in den Zeiträumen über ein, drei und fünf Jahre liegen die Growth-Titel mittlerweile vorne. Das zeigt, dass es notwendig ist, Portfolios regelmäßig anzuschauen und aktiv zu gestalten.

Small Cap und Value Kombination ist vielversprechend

Small Cap und Value, so lautet oft das Rezept für erfolgreiches Investieren in Aktien. Eine Kombination, die tatsächlich historisch gesehen die stabilste und beste Performance erzielt hat. Aber lange Zeitreihen sind natürlich nur eine Seite der Medaille. Immer wieder gibt es Phasen, in denen diese scheinbare Gesetzmäßigkeit aufgebrochen wird.

Dabei handelt es sich nicht nur um Tage, Wochen oder Monate, was vielleicht für Trader oder Spekulanten interessant sein könnte. Wir sehen gerade eine Phase, die seit fünf Jahren anhält und in der die klassischen Value-Investoren eine deutliche Einbuße an Performance gegenüber den Growth-Anlegern hinnehmen müssen. Zwischen dem 1. Mai 2015 und dem 30. April 2018 schafften Value-Titel gemessen am S&P 500 Value TR ein Plus von rund 80 Prozent. Die Wachstumswerte im S&P 500 Growth TR erzielten ein Plus von fast 120 Prozent.

Growth-Strategie besser fürs Portfolio

Das sind Unterschiede in der Performance, die durchaus signifikant sind und den Wert eines Portfolios deutlich steigern können. Allerdings bedürfe es hierfür eines aktiven Ansatzes. Wer beispielsweise nur mit Indexfonds auf Value setzt, wird über die Jahre vielleicht ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Wer aber die Outperformance der Growth-Werte noch mitgenommen hat, und sei es nur zu einem gewissen Anteil im Portfolio, ist einfach besser gefahren.

Dabei ist Timing an den Märkten nicht wirklich möglich. Verschiebungen zwischen den großen Investmentstielen aber, wie etwa Growth vs. Value, sollten Anleger durchaus registrieren und die sich daraus bietenden Chancen mitnehmen.




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