KI revolutioniert Asset Management

Ist künstliche Intelligenz zuverlässig genug, um sie in die Asset-Management-Branche einzubinden? Welche Vorteile sie privaten und institutionellen Anlegern bietet, beschreibt Martin Stürner von PEH in seinem Gastbeitrag.

Wie zuverlässig ist künstliche Intelligenz? Welche Rolle spielt sie heutzutage im Asset Management und welche Chancen und Risiken gehen damit einher für die gesamte Branche? Solche Fragen stellen sich nicht nur institutionelle Investoren und Fondsmanager. Zu Recht fragen sich auch private Anleger wie man selbst von künstlicher Intelligenz profitieren kann. Ein Fonds, der gezielt diese Technologie im Investmentprozess einsetzt, ist unser PEH Empire Fonds. Seit Mitte 2016 wird die Asset Allokation damit gesteuert und zeigt auf, wie künstliche Intelligenz ein wichtiger und mittlerweile wesentlicher Bestandteil in einem funktionierenden System sein kann. Ob man ein Verfechter von Algorithmen ist oder nicht, es gibt zahlreiche Belege dafür, dass ein System, das auf künstlicher Intelligenz beruht, langfristig bessere Performances erwirtschaftet als ein System, das auf diese Technologie verzichtet.

So kann KI im Investmentprozess eingesetzt werden

Die Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz im Investmentprozess sind vielfältig. Anhand eines konkreten Beispiels lässt sich der Einsatz der Technologie aber gut beschreiben: 100 Signale, unter ihnen beispielsweise die Dividendenrendite, die Gewinndynamik oder das klassische Bewertungsniveau eines Unternehmens, haben über verschiedene Zeitabstände unterschiedliche Trefferquoten – das ist eine Herausforderung, der sich jeder Fondsmanager und Privatanleger tagtäglich gegenübersteht. Ist der MACD, also der Moving-Average Convergence-Divergence, der bei der technischen Analyse zum Einsatz kommt, über zehn Tage besser als über neun oder elf Tage? Welcher Indikator soll entsprechend verwendet werden? Genau diese Fragen kann die künstliche Intelligenz beantworten, indem sie beispielsweise auch auf der Zeitschiene verschiedenste Rechnungen und Analysen anstellt. Algorithmen stellen im Hintergrund unzählige Rechnungen an, vergleichen, bewerten Wahrscheinlichkeiten und zeigen am Ende die Gewichtung eines Indikators an.

Beim PEH Empire zum Beispiel übernimmt die künstliche Intelligenz sämtliche Rechen- und Prüfprozesse, die den Allokationsprozess, also die Gewichtung von Aktien und Anleihen, betreffen. Das Scoring-Modell für Aktien wird auf diese Weise stetig angepasst. Entscheidend ist, dass die unterschiedlichen Signalgeber immer wieder durch das System automatisch optimiert werden und auf diese Weise analysiert und sichergestellt werden kann, welcher Indikator zu welcher Zeit derjenige ist, der das beste Chance-/Risikoverhältnis aufweist. Worauf bei der Technologie beim PEH Empire bewusst verzichtet wird ist aber die Komponente, die vielen Menschen auch in anderen Bereichen zunächst einmal Unbehagen bereitet: das eigenständige Weiterentwickeln des Systems. Hier haben wir klare Abgrenzungen getroffen. Es gibt auch Systeme, die sich bewusst selber weiterentwickeln können und dazulernen, dies bilden zum Beispiel neuronale Netze ab. In der Vergangenheit hat der PEH Empire auch damit gearbeitet. Die Bilanz ist aber eher ernüchternd, weshalb seit 30. Juni 2016 die PEH-Scoring-Systematik zur aktiven Portfolioallokation des PEH Empire eingesetzt wird.

Seite zwei – Zunehmende Bedeutung von KI bei Profi-Anlegern



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