Nachhaltige Anlagen werden wichtiger

Einer Studie zufolge erwarten knapp 40 Prozent der Deutschen, dass nachhaltige Anlagen an Bedeutung gewinnen. Mehr als die Hälfte will zukünftig Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen, das gilt vor allem für junge und vermögende Anleger.

Nachhaltige Kapitalanlagen werden für die Gesellschaft immer wichtiger. Das liegt an mehreren Faktoren. Einerseits rückt das Thema zunehmend in den Fokus der Politik. So hat seit der Veröffentlichung des Aktionsplans „Financing Sustainable Growth“ der Europäischen Kommission im letzten Jahr die Diskussion über eine nachhaltige Ausgestaltung des Finanzsystems an Fahrt aufgenommen. Dabei geht es unter anderem darum, wie institutionelle Anleger Nachhaltigkeitskriterien in ihren Anlageentscheidungen berücksichtigen sollen und wie entsprechende Faktoren, ergänzend zu den Mifid-II- Anforderungen, in der Kundenberatung gewürdigt werden sollten.

Andererseits wächst das Interesse der Anleger an nachhaltigen Anlagen. Das zeigen die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage „Nachhaltige Kapitalanlagen 2019“ unter 1.000 Personen, die das Marktforschungsinstitut Toluna im Auftrag der European Bank for Financial Services (Ebase) durchgeführt hat. Knapp 40 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass das Thema nachhaltige Kapitalanlage in den nächsten zwölf Monaten weiter an Bedeutung gewinnen wird, nur deutlich weniger als zehn Prozent gehen davon aus, dass die Bedeutung sinkt.

Nachhaltige Anlagen sind bundesweiter Trend

Nachhaltige Anlagen sind auf dem Vormarsch, das ist ein bundesweiter Trend. Wie die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, gibt es kein Bundesland, in dem erwartet wird, dass die Bedeutung nachhaltiger Anlagen sinkt. Dabei rechnen insbesondere Personen unter 40 Jahren sowie solche mit hohen Einkommen mit einer zunehmenden Relevanz des Themas.

Dass das Thema nicht nur abstrakt an Bedeutung gewinnt, sondern auch tatsächlich ein immer wichtigerer Faktor bei den Anlageentscheidungen wird, zeigt sich daran, dass mehr als 50 Prozent der Deutschen entsprechende Kriterien bei zukünftigen Anlagen berücksichtigen wollen. Dabei gehen knapp 15 Prozent sogar so weit, dass sie nur noch in solche Anlagen investieren wollen, die den eigenen Nachhaltigkeitsanforderungen entsprechen. Rund 25 Prozent wollen bei dem überwiegenden Teil ihrer Anlagen Nachhaltigkeitskriterien mit berücksichtigen und weitere knapp 20 Prozent bei einem Teil ihrer Anlagen. Nur weniger als 45 Prozent geben an, dass das Thema Nachhaltigkeit bei der Geldanlage nicht entscheidend ist. Damit hat Nachhaltigkeit schon jetzt einen hohen Stellenwert in der Kapitalanlage der Deutschen und tritt als weitere Dimension neben Rendite, Risiko und Liquidität.

Hohe Nachfrage nach nachhaltigen Fonds

Auch Ebase-Kunden fragen nachhaltige Fonds stark nach. Im vergangenen Jahr bauten sie ihre Bestände in nachhaltig investierende Fonds deutlich aus. Dabei haben die Mittelzuflüsse die Mittelabflüsse in fast allen Monaten übertroffen (Grafik).

Fundflow-Faktor von Fonds, die mindestens ein Nachhaltigkeitskriterium berücksichtigen (Veränderungen der Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse werden über den Fundflow-Faktor ausgedrückt. Dabei werden die monatlichen Mittelzuflüsse in Relation zu den monatlichen Mittelabflüssen gesetzt. Bei einem Fundflow-Faktor über eins überwiegen die Mittelzuflüsse. Quelle: Ebase)

Nachhaltige Geldanlagen sind ein wichtiges gesellschaftspolitisches Thema, das von Kunden zunehmend nachgefragt wird. Deshalb hat sich Ebase schon vor längerer Zeit mit dem Thema auseinandergesetzt. Um ihren Anforderungen zu entsprechen, bietet Ebase Kunden und Geschäftspartnern die Möglichkeit, bei der Fondsauswahl unterschiedliche Nachhaltigkeitskriterien zu berücksichtigen, etwa „frei von Atomenergie“ oder „frei von Gentechnik“. Damit kann bereits heute der Forderung der EU-Kommission gerecht werden, Nachhaltigkeitspräferenzen bei der Anlageentscheidung zu berücksichtigen. Dafür steht bei der Fondssuche ein Filter zur Verfügung. Damit können Kunden die Fonds identifizieren, die ihren Nachhaltigkeitspräferenzen entsprechen. Dadurch wird dem Anleger ein Mehrwert geboten, gemäß dem Ziel einer kontinuierlichen Qualitätsverbesserung.




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