Small Caps – Was Anleger wissen sollten

Internationale Konzerne stehen im Fokus der Märkte und bei den Anlegern. Abseits des öffentlichen Interesses sind kleinere Unternehmen aber durchaus ebenso erfolgreich. Worauf sollten Investoren bei der Anlage in Nebenwerte achten? Werner Kolitsch, Head of Germany and Austria bei M&G Investments, gibt Antworten.

Große Unternehmen und internationale Konzerne stehen im Fokus der Märkte und bei den Anlegern.

Mit Spannung werden in jedem Quartal die Ergebnisse erwartet und umfangreich kommentiert. Erfolgreiche Geschäftsberichte der Dax-Größen lassen den SDax und den MDax weiter rekordverdächtig steigen.

Dynamik und Innovationskraft

Abseits des öffentlichen Interesses sind kleinere Unternehmen aber durchaus ebenso erfolgreich. Sie punkten vor allem mit Dynamik und Innovationskraft.

Außerdem sind die Kleinen oft nicht so getrieben von kurzfristigen Gewinnvorgaben. Sie investieren lieber, anstatt ihre Ausgaben zu senken. Es kann sich daher lohnen, diese versteckten Champions näher anzusehen.

Was spricht für Nebenwerte?

  •  Sie können sich schneller an Veränderungen am Markt anpassen. Wie Arbonia, ein Schweizer Bauzulieferer, der nach dem Ende der Anbindung des Schweizer Franken an den Euro eine Generalüberholung aller Prozesse in nur 18 Monaten durchführte. Damit entwickelte sich das Unternehmen vom kostenintensivsten zum günstigsten Anbieter in seinem Bereich. Eine solche Transformation wäre für einen großen Konzern deutlich aufwändiger geworden.
  • Sie reagieren flexibler und schneller auf Initiativen, die auf die Stärkung der regionalen Wirtschaft abzielen. Zum Beispiel Porr, ein österreichisches Bauunternehmen mit Schwerpunkt Berg- und Tunnelbau. Die Firma nutzte die Konzentration seiner großen Mitbewerber auf internationale Expansion und konnte so lokale Ausschreibungen, auch im benachbarten Deutschland, für sich gewinnen.
  • Sie geben Investoren die Möglichkeit, sich direkt zu engagieren. So stand der deutsche Hersteller von Haushaltsgeräten Leifheit vor dem Problem, dass die Kapitalrendite trotz positiver betrieblicher Veränderungen nicht stieg. Als Anteilseigner fanden wir gemeinsam mit dem Management den Grund dafür: Das schnell wachsende Barvermögen drückte auf die Eigenkapitalrendite. Mit dieser Erkenntnis konnte das Unternehmen aktiv werden, um seine Situation verbessern.



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