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Investoren entdecken Kryptowährungen als Anlageklasse. Noch dominiert Bitcoin die Portfolios. Doch ein Blick auf die Alternativen lohnt. Dennis Austinat, Head of Germany, Austria and Switzerland bei eToro, stellt einige Altcoins vor.

Kryptowährungen werden nach wie vor mit viel Misstrauen betrachtet, auch und gerade als Geldanlage. Volatilität und fehlende Regulierung schrecken viele Anleger ab. Doch haben Kryptowährungen ebenso Eigenschaften, die sie zu einer attraktiven Assetklasse machen. Dass sich diese Erkenntnis durchsetzt, zeigt das Beispiel der bekanntesten Kryptowährung Bitcoin. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs mehr als verviefacht (Stand: 18. August 2017). Viele Argumente sprechen dafür, dass sich diese positive Entwicklung, unbenommen einiger Schwankungen, fortsetzen wird. Bitcoin gewinnt an Akzeptanz, die Währung wird immer mehr genutzt. Das wiederum geht mit einem wachsenden Angebot einher. Und je weiter verbreitet, umso stabiler der Kurs. Bitcoin ist Vorreiter einer neuen Anlageklasse – der Krypto-Assets.

Diese Vorreiterrolle ist unbestritten. 2008 beschrieb Satoshi Nakamoto Idee und Systematik von Bitcoin in einem Whitepaper. Wer Satoshi Nakamoto ist, ob hinter dem Pseudonym ein einzelner Hacker oder eine Hacker-Gruppe steht, ist unbekannt. 2009 veröffentlichte Nakamoto den Algorithmus, auf dem Bitcoin beruht. Damit wurde erstmals das Konzept der Blockchain in der Realität etabliert. Die Technologie ermöglicht eine neue Art des Datentransfers. Der Blockchain liegt ein dezentrales Netzwerk vieler Server zugrunde, die Nodes (Knoten) genannt werden. Wenn ein Nutzer den Bitcoin Algorithmus ausführt, stellt er Serverkapazitäten zur Verfügung und wird zum Knoten. Werden Bitcoin von A nach B geschickt, wird die Transaktion von allen Nodes überprüft und vom schnellsten Server verifiziert. Ist die Überweisung finalisiert, wird sie in der Blockchain aufgezeichnet.

Damit ist die Blockchain gleichzeitig auch ein digitales, öffentliches Kassenbuch, in dem jede getätigte Bitcoin-Zahlung festgehalten wird. Jede Transaktion wird also dezentral und automatisch überprüft. Dadurch wird der traditionell nötige Mittelsmann, beispielsweise eine Bank, überflüssig. Üblicherweise stellen Banken sicher, dass eine Zahlung richtig ausgeführt wird und sicher ist. Im System der Blockchain ist das nicht nötig, die Server des Netzwerkes verifizieren Transaktionen selbst. Bitcoin war grundlegend für die Entwicklung weiterer Kryptowährungen, von denen die meisten ebenfalls auf der Blockchain-Technologie basieren.




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