Was Investoren lernen sollten

Matt Lovatt, Global Head of Business Development bei AXA IM Framlington, meint, dass Investoren erkennen müssen, welche Unternehmen sich disruptiven Wandel stellen, um zukunftssicher zu werden.

Der technologische und demographische Wandel spaltet die Wirtschaft in zwei Lager: Auf der einen Seite stehen die Unternehmen, die an traditionellen Strategien festhalten, und auf der anderen Seite jene, die sich für den Wandel öffnen. Investoren, die in Zeiten schwachen Wachstums auf der Suche nach attraktiven Investmentthemen sind, müssen lernen, Unternehmen und Branchen aus dieser Perspektive zu analysieren.

Die Wirtschaft der Zukunft dreht sich nicht nur um kreative Unternehmer, die fantastische neue Technologien erfunden haben. Es geht auch um die alteingesessenen Unternehmen, die sich anpassen und in neue Bereiche hinein entwickeln. Aus Investorensicht ist entscheidend, dass das Wachstum in Zukunft vor allem bei jenen Unternehmen liegen wird, die den Wandel als Chance begreifen.

Die aktuellen Entwicklungen dürften eine disruptive Wirkung auf viele Branchen haben. Das bedeutet nicht zwingend, dass es unter den eher konservativen Unternehmen keine erfolgreichen Firmen mehr geben wird, doch diese werden nicht mehr die Speerspitze des Wachstums bilden. Ein gutes Beispiel sei der Einzelhandel, wo die grundlegende Veränderung einer Branche durch das Internet besonders gut zu beobachten sei.

Unternehmen entwickeln ihre Geschäftsmodelle mutig weiter

Zwei Drittel der Internetnutzer in der Europäischen Union kaufen heute online ein. Die Unternehmen seien daher gezwungen, sich in rasantem Tempo anzupassen. Viele Einzelhändler verbessern ihre Logistik, um die Konsumenten mit Hilfe von Multi-Channel-Angeboten besser zu bedienen. Einige jedoch, insbesondere im Bekleidungshandel, hinterfragen die Rolle stationärer Verkaufsflächen im Rahmen ihres Geschäftsmodells grundsätzlicher. Das werde am Flagship- oder Concept-Store-Ansatz deutlich: Für diese Unternehmen bleibe es wichtig, ihre Produkte physisch erfahrbar zur Schau zu stellen, obwohl sie sich darauf zugleich eingestellt hätten, dass viele Konsumenten ihre Waren am Ende des Tages lieber online kaufen.




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