Wie Kryptowährungen finanzielle Teilhabe ermöglichen

Blockchain und Kryptowährungen bieten große Chancen, meinen einige Experten. Yasin Sebastian Qureshi, Geschäftsführer der Naga Group AG, sieht in der Kombination aus Kryptowährungen und Blockchain-Technologie sogar das Zeug zu mehr finanzieller Teilhabe in den Entwicklungsgesellschaften.

Das Web 2.0 hat die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren grundlegend verändert. Wo früher Grenzen waren, können sich Menschen heute global miteinander vernetzen, Informationen selbst produzieren und diese untereinander austauschen. Doch das ist nur ein Teil der Erfolgsgeschichte. Tatsächlich hat die digitale Revolution das Potential, sich einer der größten Herausforderungen der Welt anzunehmen: das Leben der Ärmsten der Armen zum Besseren zu wenden. Eine Lösung könnten Kryptowährungen sein – und das nicht nur in den Augen von Ökonomen und Finanzexperten. Bereits die Vereinten Nationen arbeiten an Blockchain-Lösungen, um Milliarden Menschen Zugang zu staatlichen Leistungen zu verschaffen.

Ob in von Armut betroffenen Stadtgesellschaften oder abseits der urbanen Zentren gelegenen ländlichen Gebieten in Indien; viele Menschen sind weiterhin durch fehlenden Zugang zum Bankwesen sowie Kapital finanziell ausgeschlossen. Für sie besteht kaum eine Möglichkeit, am globalen Markt teilzunehmen. Ein Teufelskreis, denn wer im Kapitalismus keinen Zugang zum Markt hat, der hat auch wenig Chancen der Armut zu entkommen. Laut einer aktuellen Studie der Weltbank haben weltweit 1,7 Milliarden Menschen immer noch kein Bankkonto – eine schockierend hohe Zahl.

Wer allerdings ein Bankkonto eröffnen möchte, muss für gewöhnlich einen Personalausweis vorlegen. Dies gilt in Deutschland als auch für den Großteil der Welt. Das Problem: in vielen Gegenden der Erde – insbesondere in ländlichen Gebieten –verfügen Menschen über keinen Personalausweis. Dadurch gestaltet sich ihr ohnehin schon mühseliges Leben mit jedem Schritt ein wenig schwieriger. Leider ist dieses Beispiel bittere Realität für Millionen von Menschen in ganz Afrika und vielen Schwellenländern.

Und es zeigt, warum finanzielle Inklusion ein wichtiges Thema ist. Denn letztlich fördert finanzielle Inklusion Wirtschaftswachstum und spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Kluft zwischen Arm und Reich zu verringern.

Kryptowährungen verschaffen marginalisierten Gruppen Zugang zum Bankwesen

Fehlender Zugang zu Märkten sowie der Ausschluss vom Finanzsystem könnten dank des Aufstiegs von Blockchain und Kryptowährungen jedoch bald der Vergangenheit angehören. Denn bereits jetzt arbeiten zahlreiche FinTechs – so auch das Hamburger Unternehmen The NAGA Group AG – an mobilen Finanzlösungen, um Kryptowährungen der breiten Masse auf der ganzen Welt zur Verfügung zu stellen. Sie sehen in der digitalen Technologie eine Chance, die Finanzwelt zu demokratisieren und sie für jeden, unabhängig von Vermögen und Besitz eines Bankkontos, zugänglich zu machen.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Blockchain. Sie verläuft dezentral in verteilten Netzwerken – also auf mehreren Servern – und ermöglicht es, Zahlungsströme ohne Intermediäre (z.B. Banken) durchzuführen. Banken fallen als Vermittler einer Transaktion zwischen Sender und Empfänger einer Überweisung damit praktisch weg. Solche Peer-to-Peer Transaktionen sparen vor allem Kosten, die Banken durch Gebühren für die Nutzung von Bankkonten und anderer Dienstleistungen auf die Kunden abwälzen.

Jeder der über ein Smartphone verfügt – und hier liegt die Durchdringung deutlich höher als bei Bankkonten – erhält Finanzdienstleistungen in nahezu Echtzeit und zu einem Bruchteil der Kosten. Bis zum Jahr 2020 wird erwartet, dass 70% der Weltbevölkerung über ein Smartphone verfügen werden – wobei das größte Wachstum in Afrika, dem Mittleren Osten und Asien zu verzeichnen sein wird.

Insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent sind mobile Bezahlsysteme mittlerweile Alltag. Hier besteht die Möglichkeit mit Hilfe digitaler Wallets, Zahlungen per Kryptowährungen über E-Mail oder Telefonnummer zu senden, empfangen und diese in Bargeld umzuwandeln. Digitale Wallets wie z.B das NAGA WALLET stehen infolge strategischer Partnerschaften zwischen Digitalbanken und FinTech-Unternehmen bereits jetzt Millionen von Menschen in Afrika zur Verfügung und ermöglichen diese Art der Transaktion.

Kryptowährungen können Überweisungsgebühren an Entwicklungsländer senken

Noch wichtiger wird Finanztechnologie im Kontext der Globalisierung, die von enormer Mobilität und Migration geprägt ist. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation sind mehr als 150 Millionen Menschen weltweit außerhalb ihres Heimatlandes erwerbstätig – aufgrund höherer Einkommen oder anderer Faktoren. Indien hat mit fast 16 Millionen Menschen die größte Diaspora der Welt. Diese Arbeiter sind ein wirtschaftlicher Segen für die indische Wirtschaft, weil sie Geld an ihre Verwandten und Freunde in ihre Heimat schicken. Im Jahr 2017 blieb Indien mit einem Volumen von 69 Milliarden US-Dollar das weltweit führende Empfängerland für Geldtransfers.

Transnationale Geldtransfers sind allerdings oft teuer und lästig. Geldtransferunternehmen und andere Finanzdienstleister verlangen hohe Gebühren und Wechselkurszuschläge von bis zu 25 Prozent pro getätigter Transaktion. Dies bedeutet einen Vermögensverlust für ohnehin schon sozioökonomisch benachteiligte Menschen. Kryptowährungen können hier eine Lösung anbieten, indem sie das Monopol der Platzhalter sprengen.

Zweifelsohne können Kryptowährungen einen großen Teil der vom Finanzsystem ausgeschlossenen Menschen ermöglichen, zukünftig an der globalen Wirtschaft teilzuhaben, Geld zu sparen und zu investieren sowie Überweisungen zu erhalten und zu tätigen. Der Effekt wird stark sein und zu neuem Wohlstand für Millionen von Menschen führen – ein Gewinn für alle.




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