Wie steht es um das Family Office?

Die jährliche Untersuchung „Global Family Office Report 2017“ von UBS und Campden Research gibt interessante Einblicke in die aktuellsten Entwicklungen und Trends im Bereich Family Office. Dieses Jahr steht vor allem der Generationswechsel im Mittelpunkt.

Campden Wealth Research und UBS veröffentlichten am 12. September 2017 die jährlich erscheinende Studie „Global Family Office Report 2017“. Die Forscher befragten dafür weltweit Inhaber und Führungskräfte von 262 Family Offices. Das verwaltete Vermögen liegt bei durchschnittlich 921 Millionen US-Dollar.

Welche Assetklassen sind von Relevanz?

Dass der Ertrag für Family Offices 2016 mit sieben Prozent deutlich besser ausfiel als noch das Jahr zuvor (0,3 Prozent), lag unter anderem an Aktien und Private-Equity-Anlagen, stellt die Studie fest. Damit machen Aktien (27 Prozent) und Private-Equity-Anlagen (20 Prozent) nahezu fast die Hälfte des durchschnittlichen Anlageportfolios aus. Die Analyse geht zudem davon aus, dass dieser Wert weiter zunehmen wird, da die Aktien-Anlagen aus aufstrebenden Märkten beibehalten werden sollen (60,6 Prozent). 21,3 Prozent der Offices wollen die Anlagen sogar erhöhen.

40,2 Prozent bzw. 49,3 Prozent der befragten Verantwortlichen wollen zukünftig verstärkt auf Private-Equity-Fonds und Koinvestitionen setzen.

Was sagen die Mitverantwortlichen der Studie?

Sara Ferrari, Head of Global Family Office Group der UBS AG, kommentiert: „Family Offices sind bereit gewisse Risiken einzugehen und langfristig zu investieren. Sie haben diese Möglichkeit sehr gut genutzt. Wie auch andere anspruchsvolle Anleger akzeptieren sie in zunehmendem Masse illiquide Vermögenswerte. Dieser Ansatz ist mutiger und die Vorteile liegen auf der Hand. Nordamerikanische Family Offices investierten mehr als in jeder anderen Region in wachstumsorientierte Strategien. Angesichts ihrer Outperformance zahlte sich dies aus.“

Rebecca Gooch, Director of Research von Campden Wealth, kommentiert: „Dieses Jahr haben wir erneut gesehen, dass Family Offices versuchen, stärker auf Direkt- und Koinvestitionen zu setzen. Vielen fällt es jedoch schwer, interessante Geschäfte und die richtigen Partner zu finden. Darüberhinaus stehen sie vor Herausforderungen im Zusammenhang mit Due-Diligence-Prüfungen, da sie oft nur über geringe eigene Ressourcen verfügen. Andere wiederum koinvestieren erfolgreich. Nach eigenen Angaben finden sie ihre Geschäfte durch persönliche Beziehungen und wegen ihrer Due-Diligence-Ressourcen koinvestieren sie gemeinsam mit Fonds. Familien, die mehr koinvestieren möchten, sollten ähnliche Ansätze in Betracht ziehen.“




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