Investitionen senken Wasserstress

Bis 2050 könnte sich die Zahl der Menschen verdoppeln, die unter Wasserstress leiden. Die richtigen Investitionen können helfen zu vermeiden, dass es soweit kommt.

In diesem Jahr steht der Weltwassertag der Vereinten Nationen, der seit 1993 jedes Jahr am 22. März begangen wird, unter dem Motto „Niemanden zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle“. Dieses Leitthema ist sinnvoll, denn die nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser gehört zu den zentralen gesellschaftlichen sowie politischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und ist insbesondere aus sozialer Sicht von größter Bedeutung.

Wasserstress betrifft bis 2050 fünf Milliarden Menschen

Gegenwärtig leiden rund 2,5 Milliarden Menschen unter Wasserstress. Dieser liegt gemäß gängiger Definition vor, wenn die Wasserentnahme pro Jahr größer ist als 40 Prozent der neugebildeten Wasserressourcen. Dann gilt die Wasserversorgung in einigen Monaten pro Jahr als stark gefährdet. Bis 2050 wird sich vermutlich die Zahl der Menschen, die unter Wasserstress leiden, auf etwa fünf bis sieben Milliarden Menschen mindestens verdoppeln. Die Gründe für höheren Wasserstress sind einerseits steigende Wasserentnahmen aufgrund des Bevölkerungs- und Wohlstandswachstums. Andererseits wirkt sich auch die Klimaerwärmung in vielen Regionen negativ auf die Wasserverfügbarkeit aus, da sich Niederschlagsmuster verändern und die Verdunstung aufgrund der höheren Temperaturen zunimmt.

Wasser sparen mit neuen Technologien

Das Beispiel Wasserstress veranschaulicht die Notwendigkeit, mit Wasser effizienter umzugehen und entsprechend Technologien zum Wassersparen zu entwickeln sowie anzuwenden. Zusätzlich müssen die Verantwortlichen die Wasserinfrastruktur anpassen, wenn bestehende Wasserreservoire wie Gletscher und deren Abfluss die Menschen nicht mehr versorgen können. Im Regelfall wird Grundwasser gepumpt, wenn kein Oberflächenwasser mehr verfügbar ist. Aber auch diese Grundwasserreserven sind in vielen Regionen limitiert beziehungsweise erneuern sich nur langsam. Es besteht demnach enormer Handlungsbedarf von Seiten der Regierungen und Kommunen.

Dieser Handlungsbedarf zieht Investitionen nach sich, von denen Unternehmen, die Technologien, Produkte oder Dienstleistungen mit Bezug zur Wertschöpfungskette des Wassers anbieten, profitieren werden. Mit einem nachhaltigen Wasserfonds können Anleger an diesen Entwicklungen partizipieren. Zudem forcieren sie durch ihr Investment Lösungen im Wasserbereich. Denn nur die Wassernachfrage dauerhaft vom Wirtschaftswachstum entkoppelt werden kann, werden die Menschen rund um den Globus weniger an Wasserstress leiden. Aus unserer Sicht unterstreicht der Weltwassertag mit seiner allgemeinen Intention auch den Sinn der nachhaltigen H2O-Investments.




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