Boomregion vor der Haustür

In den kommenden Jahren wird Osteuropa wirtschaftlich stark wachsen. Dies bietet lukrative Investmentchancen.

Im April 2011, also vor ziemlich genau fünf Jahren, haben die die Aktienmärkte der Schwellenländer ihren Höchststand in einer „Post-Lehman-Welt“ der globalen Kapitalmärkte erreicht. Die Krise von 2008 hatte direkt oder indirekt auf uns alle ihre Auswirkungen. Wie sich herausstellen sollte, beson­ders negative auf die Schwellenländer.

Die Rohstoffpreise fielen in den letzten fünf Jahren um mehr als 30 Prozent auf einen mehrjährigen Tiefstand zurück. Allen voran die Ölmarke Brent mit einem Rückgang von mehr als 60 Prozent. Der US-Dollar ist mittlerweile um 30 Prozent stärker, was zu einem Abfluss von Portfolio-Investitionen in den Emer­ging Markets führte. Die osteuropäischen Aktien konnten sich diesem Trend nicht entziehen und verloren in diesen fünf Jahren mehr als 55 Prozent (in US-Dollar) und mehr als 40 Prozent (auf Euro-Basis), gemessen am MSCI-Emerging-Europe-Index.

Viele Probleme hausgemacht

Den niedrigsten Stand seit acht Jahren erreichten Aktien­märkte Zentral- und Osteuropas in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Nicht alles ist „fremdverschuldet“, was der Regi­on Osteuropa zu schaffen machte. Die Liste der hausgemachten Probleme ist lang:

■ Die geopolitische Auseinandersetzung zwischen der NATO und Russland kulminierte 2014 in der Ukraine-Krise.

■ Die vom türkischen Präsidenten Erdogan angestrebte Verfas­sungsänderung und die Rolle des Landes in der Region (Stich­wort Flüchtlingspolitik).

■ Das Streben des türkischen Präsidenten Erdogan nach mehr Macht durch eine Verfassungsänderung.

■ Die neue, von der konservativen Partei PiS geführte Regierung in Polen schmiedet Pläne, um unter anderem eine neue „Ban­ken“-Steuer einzuführen.

■ Dazu kommt auch ein Land am Rande eines „Default“ – Grie­chenland.

■ Der Krieg in Syrien und viele andere versteckt geführten politi­sche Auseinandersetzungen – zwischen der Türkei und den Kur­den, zwischen Armenien und Aserbaidschan, in der Ukraine etc.




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