Chancen für Einigung im Handelskonflikt schwinden

Janis Hübner, Daria Orlova und Mauro Toldo

Makroökonomisches Umfeld: Die Konjunkturentwicklung wird von zahlreichen geopolitischen Risiken belastet. Die erneute Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China lastet auf der globalen Unternehmensstimmung. Von Bedeutung ist zudem der Konflikt im Persischen Golf, da die Festsetzung von ausländischen Öltankern durch den Iran die Sorge vor Lieferproblemen zunehmen lassen könnte. Angesichts der gestiegenen Wachstumsrisiken und der frühen Zinssenkung in den USA wird die Geldpolitik in den Schwellenländern weiter gelockert.

Kapitalmärkte: Schwellenländeraktien verzeichneten seit Anfang August deutliche Kursverluste, nachdem US-Präsident Trump den Handelskonflikt erneut verschärft hatte. Das Konjunktur- und Inflationsumfeld spricht für weitere Zinssenkungen, doch dürften die Zentralbanken der Schwellenländer kein Interesse an deutlichen Währungsabwertungen haben, so dass Unsicherheiten an den Devi-senmärkten zu einer vorsichtigeren Haltung führen könnten. In Argentinien sind die Kurse an den Kapitalmärkten eingebrochen, nachdem der Oppositionskandidat Fernandez bei den Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl einen überraschend klaren Erfolg errungen hat.




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