Dirk Müller: “Trump differenziert betrachten”

“Man muss Donald Trump differenziert betrachten”, sagt Börsenexperte Dirk Müller. Im Gespräch mit Moderator Andreas Franik spricht er über den sogenannten “Trump-Jump” an den Finanzmärkten, faire Aktienbewertungen und Gold als sicheren Hafen.

Auf Privatinvestor-TV legt Dirk Müller seine persönliche Einschätzung der ersten Wochen der Präsidentschaft Donald Trumps dar.

“Trump nicht pauschal verteufeln”

Müller kritisiert den Umgang und die konstante Kritik der Medien an Trump, dem Präsidenten eines demokratischen Landes, wie er betont. Er selbst erlaube es sich, Trump differenzierter zu betrachten und von pauschalen Verteufelungen abzusehen.

Trump sage Dinge, die man unterschreiben könne und bei anderen Aussagen müsse man sich fragen, ob er noch alle “Latten am Zaun” habe. Irgendwo dazwischen bewege sich die Wahrheit.

Auch spreche der sogenannte “Trump-Jump” an den US-Börsen, von dem insbesondere die US-Großbanken Goldman Sachs und JP Morgan profitiert hätten, dafür, dass sich die Wallstreet “freut, dass er da ist”. Müller zufolge hat Trump bereits einiges in Anstoß gebracht, was “zunächst einmal” zu einem Strohfeuer in der US-Wirtschaft führen könne.

Fair bewertete Aktien

Allerdings könnten mögliche Zinserhöhungen und steigende Inflationserwartungen in der zweiten Jahreshälfte zu Nebenwirkungen, insbesondere in den Schwellenländern, führen und eine Rezession beschleunigen.

Trotz der Gemengelage weist der Börsenexperte darauf hin, dass Anleger immer noch fair bewertete Aktien finden könnten. Allerdings prophezeit Müller, dass Investitionen in die Aktienmärkte künftig wesentlich schwieriger würden. In den nächsten Monaten könne eine “Strohfeuerrallye” auf uns zukommen, die die letzte große Welle in dem Zyklus seit 2009 sein werde. In der Folge drohe ein “völlig normaler” konjunktureller Rückgang.

Anlegerzustrom zum Gold

Die Wirtschaft sei nun mal gekennzeichnet von Boom- und Bustphasen – allerdings werde die anstehende Rezession bei der momentanen Ausgangsposition der Weltfinanzmärkte sehr herausfordernd.

Schlussendlich “outet” sich Müller als Edelmetall-Fan, das bei ihm als Beimischung ins Depot gehöre. Die große Goldnachfrage in 2016 werde weiter anhalten und die niedrigen Zinsen dazu führen, dass der Anlegerzustrom zum Gold als sicherem Hafen weiter anhalten werde. (nl)




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