„Es kam anders, als die Skeptiker dachten“

Ökoworld war 1996 einer der ersten Anbieter ökologischer Investmentfonds. Global Investor hat mit Alfred Platow über die Geschichte und Motive des Asset Managers gesprochen.

Nachhaltiges Investieren ist in den letzten Jahren zum Trendthema geworden. Sie waren schon lange vor dem Trend auf dem Markt vertreten. Wie wurde Ihr Fonds anfangs von den Investoren aufgenommen?

Platow: Viele haben uns am Anfang eher belächelt und infrage gestellt, dass ein solcher Öko-Fonds neben dem reinen Gewissen auch ein nennenswertes Volumen einsammeln und eine erfolgreiche Rendite erzielen kann. Und dann kam es anders, als die Skeptiker dachten. Wichtig ist damals wie heute, dass ein glaubwürdiger Öko-Fonds Investmentchancen bietet.

Können Sie uns kurz Ihre Geschichte erzählen? Wie kam es dazu, dass Sie Ihren eigenen Fonds aufgelegt haben?

Platow: Wir wollten dazu motivieren, auf einen Kapitalismus zu setzen, der das Menschsein nicht aus den Augen verliert. Viele Menschen finanzieren Projekte mit, die den Raubbau an Mensch und Natur beflügeln. Das muss aber nicht sein. Und das hat uns angetrieben. Ursächlich mit verantwortlich für die Geburt des Ökovision Classic war das Unvermögen der damaligen Finanzvorstände deutscher Lebensversicherer. Es fehlte dort an der Fantasie, ökologische Anlagen konsequent umzusetzen, im Bereich der fondsgebundenen Policen.

Nach welchen Kriterien wählen Sie aus, wo Sie investieren? Warum gehen Sie nach genau diesen Kriterien vor?

Platow: Gesundheit, Ernährung und Bildung, sind unser Hauptmerkmal. Auch erneuerbare Energie, umweltfreundliche Mobilität, intelligente Kommunikation und nachhaltiges Bauwesen gehören dazu. Nachzulesen sind unsere Ausschlusskriterien in den Jahresberichten und auf unserer Website.




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