„EZB wird nicht mit Unsicherheit des Handelskrieges fertig“

Russell Silberston, Co-Head of Multi Asset bei Investec AM

Russell Silberston, Co-Head of Multi Asset bei Investec AM gibt einen Ausblick auf die bevorstehenden EZB-Sitzung am 12. September: „Es gibt weit verbreitete Erwartungen an ein umfassendes Lockerungspaket. Der EZB-Rat hat die Möglichkeit, das QE-Programm neu zu starten, die Zinsen zu senken oder die Forward Guidance ausdrücklich von einer Verbesserung der Inflation abhängig zu machen. Ich erwarte eine Zinssenkung um 20 Basispunkte, eine Anpassung der Überschussreserven, ein bescheidenes QE-Programm, aber vor allem eine staatliche Forward Guidance, die die EZB dazu verpflichtet, ihre gegenwärtige oder eine noch lockerere Politik fortzusetzen, bis sie zuversichtlich ist, ihr Inflationsziel symmetrisch zu erreichen. Wenn dies glaubwürdig genug ist, besteht das Potenzial, die Zinskurve wieder ansteigen zu lassen.

Das Problem der EZB besteht darin, dass die Inflationsrisiken von den Zielen und Abwärtsrisiken der Wirtschaft zunehmend abgekoppelt werden. Sie verfügt zudem nicht über die Instrumente, um mit der Unsicherheit des Handelskrieges fertig zu werden. Am besten geht man daher von einem umfassenden Paket aus, das darauf abzielt, das Engagement der EZB für ihr Inflationsziel zu verstärken.“




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