Gewinner von morgen

Viele Anlagestrategien beruhen auf einem nach Marktkapitalisierung gewichteten Referenzindex. Sie agieren rückwärtsgewandt. Ein aktiver Ansatz versucht zukünftige Gewinner zu identifizieren, von denen er profitieren kann.

Audi und BMW sind laut der aktuellen Hi-Brands-Studie des Marktforschungsinstituts Harris Interactive die zukunftsfähigsten Automarken Deutschlands. Mindestens 70 Prozent der befragten Konsumenten sehen die beiden Marken in einer starken Position – jetzt und in Zukunft. Führend im Premiumsegment, gemessen an der Anzahl verkaufter Autos, ist jedoch weiterhin Mercedes.

Auch von Expertenseite gilt derzeit Mercedes als führend bei Innovationen und der strategischen Ausrichtung. In der Verbraucherbefragung landet die Marke jedoch nur auf Rang vier. Dagegen erwartet fast jeder zweite Teilnehmer, dass Audi und BMW neue Autos und Mobilitätsangebote entwickeln, von denen sie sich als Verbraucher angesprochen fühlen.

Zukunftsfähige Unternehmen innerhalb einer Branche zu identifizieren, erfordert Know-how. Eine Anlagestrategie für den Vermögensaufbau, die sich auf die Auswahl solch führender Marken spezialisiert, muss die nachhaltige Ertragsfähigkeit der Unternehmen berücksichtigen. Doch lediglich Erfahrungen aus der Vergangenheit auf die Zukunft zu projizieren, ist kein Garant für kontinuierlichen Erfolg – gerade in einer schnelllebigen und globalisierten Welt, in der sich auch führende Unternehmen das Verbrauchervertrauen immer wieder neu erarbeiten müssen. Referenzindizes, die auf die aktuelle Marktkapitalisierung setzen und gern von passiven ETF-Fondstrategien verwendet werden, sind daher zur Identifikation der potentiellen Gewinner von morgen ungeeignet.

Innovation fördert Kundentreue

Aktien von starken Markenunternehmen bieten die Chance auf langfristige Erträge. Aus der Kombination einer nachgewiesenen Managementqualität und dem Verweis auf gesunde Bilanzen lassen sich belastbare Vorhersagen über die Qualität der Unternehmen treffen. Dank der guten Margen und des hohen Wachstumspotenzials versprechen die Aktien von Markenunternehmen auch in schwierigeren und schwankungsreichen Börsenphasen Erfolg. Da in schwachen Marktzyklen selektiver konsumiert wird, kommen diese Aktien oftmals robuster durch Krisen und stabilisieren das Portfolio.

Im Gegensatz zu Anbietern von No-Name- oder weniger beliebten Produkten können Unternehmen mit bekannten Marken sich auf eine nachhaltige Verbrauchernachfrage stützen. Dadurch sind sie in der Lage, höhere Preise für ihre Produkte zu verlangen und so Margen zu erwirtschaften.

Anlagestrategien sollten Unternehmen im Blick haben, die dank einer vielfältigen Produktpalette Potenzial für zukünftige Erträge bieten. Beste Beispiele sind Apple, Nike oder Shimano, die es mit ihren Produkten immer wieder schaffen, ganz oben in der Gunst der Konsumenten zu landen. Das Markenimage ist hier besonders für jüngere Verbraucher ein wesentlicher Faktor, vor allem, wenn es um die Bereiche Technologie und Mode geht. Stimmen Qualität und Image, ist die Treue der Konsumenten wahrscheinlich, solange seine Produkte konsequent weiterentwickelt werden. Als Investor sollte man daran interessiert sein, dass das Management fähig ist, die kontinuierliche Innovation im Unternehmen immer wieder zu entwickeln und zu erhalten.




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