Gönn dir den Erfolg!

Der Markt für Luxusgüter ist ein Wachstumsmarkt. Allen voran große Marken stehen wieder hoch im Kurs, doch die Unternehmen sehen sich neuen Herausforderungen ausgesetzt.

Investitionen in Luxus – das klingt nach privaten Yachten, Flugzeugen und Inseln, nach Opulenz und Extravaganz. Etwas weniger extravagant, dafür umso spezieller sind Investments in Oldtimer, alten Whisky, teure Handtaschen oder gar erfolgreiche Springpferde. Alternative Anlagen solcher Art können durchaus lukrativ sein. Die Flasche eines seltenen und alten Single Malt Scotch kann ein kleines Vermögen einbringen, Modeikonen, wie die legendären Birkin-Bags-Handtaschen von Hermès, sind mittlerweile beliebte Auktionsobjekte und werden regelmäßig für Zehntausende Dollar versteigert. Doch den meisten Anlegern sind solche Investments zu speziell und zu riskant.

Die Luxusgüterbranche ist vielversprechend

Eine Investition in Luxus muss jedoch weder extravagant und ausgefallen noch speziell sein. Ganz im Gegenteil: Die Luxusgüterbranche bietet bemerkenswerte Potenziale und zeichnet sich durch einige bestechende Eigenschaften aus.

Die erste dieser Eigenschaften ist der Erfolg: Luxusgüter erfreuen sich derzeit großer Beliebtheit, die Branche boomt. Nach schwierigen Jahren 2015 und 2016 ergaben sich im vergangenen Jahr deutliche Lichtblicke. Grundlage für den Aufschwung im Luxussegment ist die positive Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft. Die Erholung der Nachfrage nach Luxus kam vor allem aus Asien, wo die Umsätze dank der robusten Wirtschaft in China wieder anziehen. 2017 zeigten Firmen wie Lous Vuitton Moët Hennessy (LVMH), der Spirituosen-Hersteller Brown Forman oder der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont eine gute Entwicklung. Zu Richemont gehören unter anderem die Uhrenhersteller Cartier, IWC, Jaeger-LeCoultre und Piaget. Der Uhrenmarkt ist ein wichtiger Teil der Luxusgüter-Branche – und ein sensibler Gradmesser. So hatten die Hersteller teurer Chronografen, ebenso wie die gesamte Luxusbranche, zwei schwierige Jahre, die teilweise schmerzhaft verliefen. Das lag nicht zuletzt daran, dass die Umsätze im wichtigen Uhrenmarkt China einbrachen, da die chinesische Regierung scharfe Maßnahmen zur Bekämpfung der Korruption durchgesetzt hatte. So musste Swatch beispielsweise, mit Marken wie Omega, Longines, Tissot und natürlich der Swatch selbst, im Jahr 2016 Umsatzeinbußen von rund elf Prozent verzeichnen.

Stimmung wieder positiv

Mittlerweile hat sich die Stimmung in der Uhrenindustrie wieder erholt. Zu Beginn des Jahres fand die jährliche Uhrenmesse in Genf statt. Gegründet wurde die Messe vor 27 Jahren auf Initiative von Richemont, dem Besitzer namhafter Uhrenmarken wie Cartier, IWC und Piaget. Bis vor Kurzem war die Veranstaltung nur einem beschränkten Besucherkreis zugänglich, seit 2017 gibt es auch einen Publikumstag für die breite Öffentlichkeit. Die Anzahl der dort präsenten Uhrenmarken ist in den letzten Jahren sukzessive auf 35 gestiegen, was das wachsende Interesse zeigt. Die Aufhellung des Uhrenmarktes folgt dabei der Erholung des gesamten Luxusmarktes. Swatch, Richemont und LVMH melden gute Zahlen und eine anziehende Nachfrage. Dies bestätigen auch die Schweizer Uhrenexportzahlen der letzten Monate. Die meisten Luxusfirmen überraschen mit positiven Geschäftszahlen.

Doch nicht nur der Uhrenmarkt entwickelt sich erfreulich, auch andere Luxusbereiche erleben einen Aufschwung. Interessanterweise führen gerade die großen Marken den Aufschwung an. Louis Vuitton, Gucci und Rolex sind wieder begehrt. Das eindrücklichste Beispiel ist dabei Gucci, das zum Unternehmen Kering gehört und seine Umsätze zuletzt massiv steigerte. Die Marke hat mit Alessandro Michele einen neuen Designer und schaffte ein veritables Comeback. Farbig, heiter und erkennbar sind die Attribute, die vor allem auch Millennials ansprechen. Viele Stars, Prominente und Blogger tragen heute Gucci. In den sozialen Medien ist die Marke sehr präsent. Wer
„in“ sein möchte, der braucht die Aufmerksamkeit der digitalen Welt, denn informiert und gekauft wird zunehmend
online.

Klassiker sind wieder beliebt

Aber auch andere altgediente Luxusmarken wie Louis
 Vuitton und Rolex, die ihren
 Marktauftritt in letzter Zeit
 verjüngt haben, erfreuen
 sich nach wie vor großer
 Beliebtheit.  Traditionelle Namen wie Fendi und Saint
 Laurent wachsen ebenfalls solide. Hugo Boss und Ralph
 Lauren hatten zwar herausfordernde Jahre, befinden sich nun 
aber in der Restrukturierung und
 machen Anlegern Hoffnung. Die
 Maßnahmen zur Neustrukturierung 
greifen. Die Vereinfachung des Markenauftritts bei Hugo Boss, mit Konzentration auf die 
Kernmarken Hugo und Boss, sowie die Reduktion der Produktpalette und Verkaufspunkte bei Ralph Lauren wirken. Auf der anderen Seite nehmen die Verkaufszahlen bei Tod’s und Ferragamo kaum noch zu. Diese Marken wurden entweder durch den Turnschuh-Trend getroffen oder haben zu zögerlich auf neue Konsumtrends wie Online-Shopping reagiert. Zudem dauert der sogenannte Athleisure-Trend an, der Sportkleidung zu einer auch außerhalb von Fitnessstudios angesehenen Mode werden lässt. Der Markt in diesem Bereich ist hart umkämpft. Adidas und Puma gewinnen zurzeit Marktanteile auf Kosten von Nike und Under Armour.




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