Gold ist die beste Krisenwährung

Aktuell ist das Vertrauen der Anleger in den Euro gering. Hierzu haben die hohen Schuldenlasten und die politischen Unsicherheiten beigetragen. Deshalb parken Sie ihr Geld in anderen Währungen. Gastbeitrag von Gottfried Urban, Bayerische Vermögen AG

2017 ist ein weiteres Jahr mit reichlich politischen Risiken. In Holland, Frankreich und Deutschland stehen Wahlen an, bei denen die Nationalisten und EU-Gegner deutlich an Einfluss gewinnen dürften. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass weitere EU-Mitglieder dem britischen Vorbild folgen werden. Doch allein die Gedankenspiele über einen möglichen Austritt könnten die betreffenden Länder politisch destabilisieren. Neuen Zündstoff bietet Griechenland. Die nahenden Rückzahlungsfristen und der Streit um ein aktuelles Hilfspaket haben die Zinsen für zweijährige Staatsanleihen auf zehn Prozent klettern lassen.

Viele Währungen überbewertet

Also raus aus dem Euro? Fragt sich nur, wohin. Relativ überbewertet sind die Währungen der Schweiz, Norwegens und Dänemarks. Das ist für diese Länder ein Problem. Die Zinsen dort sind aufgrund des Kapitalzustroms teils weit im Minus. Doch das schreckt die Anleger auf der Suche nach Sicherheit nicht. Devisen von Ländern mit geringer Verschuldung sind als Krisenwährung gefragt.

Den Dollarkurs zu prognostizieren, ist kaum möglich. Die Einschätzungen für die kommenden zwölf Monate gehen weiter auseinander als je zuvor. Die Deutsche Bank ist sehr optimistisch und erwartet eine weitere Aufwertung des Greenbacks um mehr als zehn Prozent. Die Gegenposition vertritt das amerikanische Investmenthaus JP Morgan.




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