Megathema Wasser als Alternative

Die Negativschlagzeilen reißen nicht ab. Nachdem bekannt wurde, dass Nestlé für seine Wassermarke Vittel den in Vittel lebenden Bürgern das Wasser abgräbt, ist das Unternehmen mit großer Kritik konfrontiert. Enrico Schoen, Junior Financial Analyst bei Ökoworld, nennt hierzu die Gründe.

Die Negativschlagzeilen über die Lage in der kleinen französischen Stadt Vittel mit seinen 5.000 Einwohnern reißen nicht ab. Nachdem bekannt wurde, dass Nestlé für seine prominente Wassermarke 1 Million Kubikmeter Wasser pro Jahr in der Region fördert und damit den in Vittel lebenden Bürgern das Wasser zunehmend abgräbt, sieht sich das Unternehmen heftiger Kritik ausgesetzt.

Fallender Grundwasserspiegel

Berichten zufolge sinkt der Grundwasserspiegel aufgrund der massenhaften Entnahme von Wasser jedes Jahr um 30 Zentimeter. Als Reaktion hat der Konzern seine Fördermenge angeblich um 25 Prozentreduziert. Zudem schlug der Schweizer Konzern vor, über eine zu errichtende Wasserpipeline Trinkwasser aus Nachbarregionen in die Stadt zu leiten. Das Ganze hatte jedoch einen faden Beigeschmack: Die Finanzierung sollte von der Stadt Vittel selbst getragen werden. Die Situation in Vittel zeigt nur die Spitze eines Eisberges, die rund um das Thema Wasser weltweit zu beobachten ist. Das Statistische Bundesamt berichtete, dass im Jahr 2017 rund 1,2 Milliarden Liter Mineralwasser nach Deutschland importiert wurden. Davon kamen rund 70 Millionen Liter Wasser mit Kohlensäure aus Italien, was in etwa 7.000 LKW-Ladungen entspricht. Aus Frankreich wurde sogar noch mehr importiert. Hier waren es über 90.000 LKW-Ladungen. Die Förderung, die Abfüllung und schlussendlich auch der Transport zum Endkunden über derart große Entfernungen verursachen einen enormen Ressourcenverbrauch und einen riesengroßen CO2-Fußabdruck.

Regionalität gewinnt

Anders verhält es sich bei Mineralwasser aus regionalen, erneuerbaren Quellen, wenn ein entsprechendes Angebot verfügbar ist. Ist dies nicht der Fall, kann in den meisten Regionen in Deutschland Leitungswasser als Trinkwasser genutzt werden, sofern die Wasserleitungen nicht überaltert sind. Zudem schont Leitungswasser die Ressourcen deutlich und liegt auch in Sachen Kosten klar vorne. Trotz erwarteter Kostensteigerungen – um die Qualität zu erhalten -, wird sich am Kostenvorteil gegenüber Mineralwasser nichts ändern. Der Investmentfonds Ökoworld Water For Life setzt sich mit einer breiten Palette an Problemen auseinander, die im Zusammenhang mit der Ressource „Wasser“ stehen. Unter anderem wird in Unternehmen investiert, die Wasserinfrastrukturprodukte anbieten, um auch in anderen Ländern die Qualität des Leitungswassers zu verbessern.

Astral Poly – Die indische Art der Wasserversorgung

Um trockene Regionen mit frischem Trinkwasser zu versorgen, wird eine gut ausgebaute Wasserinfrastruktur benötigt. Das Unternehmen Astral Poly hat sich spezialisiert auf den Pipelinetransport von Wasser. Von großen Leitungen bis hin zu Bewässerungs- und Feuerbekämpfungssystemen reicht das Produktangebot. Der Konzern ist hauptsächlich in seinem Heimatland Indien tätig. Indien gilt als ein Brennpunkt der Wasserversorgung und -verteilung. Sowohl die Auftragslage als auch das Ergebnis haben sich bei dem Unternehmen in den letzten beiden Jahren dynamisch entwickelt. Mit dem Investment in Astral Poly können Investoren sich so nicht nur an der Entwicklung des hochprofitablen Konzerns beteiligen, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Wasserversorgung leisten. Gewinn mit Sinn in Indien.

Schweine versauen Grundwasser

Unsere Ernährung ist der wesentliche Einflussfaktor für die Höhe unseres Wasserverbrauchs. Besonders die Produktion von Fleisch ist ein wesentlicher Wasserverschwender. Dieser beansprucht pro Kilo Rindfleisch über 15.000 Liter Wasser. Von dieser Menge kann eine Person umgerechnet ein Jahr lang jeden Tag duschen. Auch das Abwasser, welches durch die Ausscheidungen der Tiere anfällt, ist immens. Alleine die gezüchteten Schweine in Deutschland verursachen doppelt so viel belastetes Abwasser wie Menschen. Dieses Abwasser sickert ungefiltert in den Boden und belastet das Grundwasser. Angesichts des hohen Wasserverbrauchs und dessen Verschmutzung durch die Fleischproduktion ist eine voll vegetarische Ernährung oder auch nur teilweise fleischlose Ernährung, wie ein Tag „meatfree“ die Woche, der nachhaltigere Ernährungsstil.

Wessanen – Wasser sparen durch bewusste Ernährung

Der Konzern Wessanen geht mit gutem Beispiel voran. Das niederländische Unternehmen hat sich auf die Produktion biologischer und vegetarischer Nahrungsmittel spezialisiert. Aktuell sind 75 Prozent aller hergestellten Produkte biologisch. Dieses vorbildliche Niveau soll bis 2025 auf 90 Prozent gesteigert werden. Zudem sind schon jetzt 95 Prozent der Produkte vegetarisch. Das Unternehmen achtet auf einen regionalen Bezug der erworbenen Lebensmittel sowie auf eine faire Partnerschaft mit seinen Zulieferern. Der Kurs, den Wessanen seit vielen Jahren eingeschlagen hat, kommt sehr gut bei den Kunden an. Dies spiegelt sich auch in den Unternehmensergebnissen. Sowohl die Umsätze als auch die Profitabilität stiegen in den letzten Jahren kontinuierlich an.

Sprudelnde Renditequellen in Folge von Wasserersparnis

Den Konsum regionaler und nachhaltiger ausrichten kann prinzipiell jeder. An der ökologischeren und wassersparenden Produktion von Gütern finanziell profitieren können allerdings nur Anleger, die das Investment Wasser nutzen. Das Investmentthema Wasser bei Ökoworld ist das Gegenkonzept zu dem ökologisch irreparablen Raubbaugeschäft an den Wasserressourcen die zum Beispiel Nestlé betreibt. Die exemplarisch genannten Unternehmen in diesem Artikel zeigen, dass man mit dem Thema Wasser sowohl die soziale Verantwortung als auch Spitzenrenditen unter einen Hut bringen kann. Im Vergleich zu anderen Wasserfonds in der Vergleichsgruppe, die in skandalgeplagte Unternehmen investieren, können sich die Wasserinvestments von Ökoworld mit ihrem umweltfreundlichen Ansatz auch beim Thema Rendite aktuell an einer Spitzenposition behaupten.




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