AKTIE IM FOKUS: Zuversichtliche Analystenkommentare treiben Leoni an

FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Aktien von Leoni haben ihre Vortagesgewinne am Donnerstag ausgebaut. Zuversichtliche Analystenkommentare bescherten dem volatilen Wert aus dem MDax ein Plus von 5,7 Prozent auf 56,86 Euro. Am Mittwoch hatten die endgültigen Ergebnissen für das erste Quartal bereits für Käufe gesorgt.

Analyst Michael Punzet von der DZ Bank ist optimistisch für die weitere Entwicklung des Automobilzulieferers gestimmt. Die „stärkere Nachfrage nach E-Mobilität und hier kurzfristig primär Hybriden“ wird die Geschäfte nach Ansicht des Experte beflügeln. Grund zur Zuversicht gibt auch der personelle Wechsel an der Unternehmensspitze. Der zukünftige Chef Aldo Kamper dürfte für „neuen Schwung im Unternehmen sorgen“, schrieb Frank Schwope von der NordLB in einem Kommentar. Beide Analysten empfehlen Leoni zum Kauf. Dabei liegt der faire Wert der DZ Bank mit 69 Euro über dem Ziel der NordLB von 65 Euro.

Der Kavalierstart in das erste Quartal droht allerdings im zweiten Halbjahr in eine gemächlichere Gangart zu münden. Eine große Zahl neuer Produkte könnte die Produktivität zunächst hemmen, zumal Leoni hierbei traditionell schwächele, warnt Sascha Gommel von der Credit Sussie nach der Telefonkonferenz der Zulieferers. Zudem sei ein negativer Effekt durch die Umstellung auf die Bilanzierungsrichtlinie IFRS 15 zu erwarten. Eine Enttäuschung fürchtet Gommel aber nicht. Im Gegenteil: Der konservative Ausblick für den operativen Gewinn (Ebit) von 215 bis 235 Millionen Euro lasse Spielraum. Mit 236 Millionen Euro liegt die Schätzung der Credit Suisse denn auch am oberen Ende.

Charttechnisch verbessert sich die Lage für die Aktie zunehmend. Mit dem Ausbruch aus einer Dreiecksformation, deren obere Begrenzung bei 54,20 Euro verläuft, hat sich die Aufwärtsbewegung beschleunigt. Zudem ist die Aktie erstmals seit Ende März wieder über die gleitende 200-Tage-Linie gestiegen. Diese gilt als Indikator für den längerfristigen Trend. Nächstes Ziel zum Abschluss einer Bodenbildung ist nun der Bereich um 58 Euro, der sich im Februar und März als Widerstandszone etabliert hatte./mf/bek/jha/

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