Aktien Europa: Keine großen Sprünge – Brexit-Drama geht weiter

PARIS/LONDON/MADRID (dpa-AFX) – Von den jüngsten Entwicklungen in Sachen Brexit haben sich die Anleger an den europäischen Börsen zur Wochenmitte nicht aus der Ruhe bringen lassen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte zuletzt um 0,16 Prozent auf 3309,13 Punkte vor. Die Charttechnik-Experten der UBS sehen beim EuroStoxx nach dessen kleiner Verschnaufpause oberhalb der 200-Tage-Linie die Vorteile weiter bei den Optimisten.

Nachdem die britische Premierministerin Theresa May am Vorabend auch mit ihrem nachgebesserten Brexit-Abkommen gescheitert war, soll nun an diesem Mittwoch das Parlament in London über die Möglichkeit eines Austritts Großbritanniens aus der EU ohne ein Abkommen abstimmen.

Der Londoner FTSE 100 zeigte sich nach der neuesten Brexit-Episode mit plus 0,06 Prozent auf 7155,38 Punkten nur wenig verändert. Die Anlage-Strategen der UBS raten allerdings angesichts der anhaltenden Unsicherheit um den Brexit nach der neuerlichen Niederlage Mays dazu, Aktien aus Großbritannien unterzugewichten. Für den französischen Cac 40 ging es bislang um 0,21 Prozent auf 5276,92 Zähler hoch.

Die europaweit größten Verluste gab es zur Wochenmitte im Einzelhandelssektor , in dem auch die Aktien des spanischen Modeherstellers Inditex vertreten sind. Diese sackten nach Vorlage von Zahlen als schwächster Wert im EuroStoxx um 4,7 Prozent ab. Analysten bemängelten das Abschneiden im vierten Quartal, waren aber mit dem Ausblick und den steigenden Ausschüttungen zufrieden. Die Papiere rutschten unter die 200-Tage-Linie. Die Kurserholung seit Anfang des Jahres ist erst einmal passé.

Bester Sektor waren die Rohstoffwerte <EU0009658624. Stärkster Wert in London aber waren die Anteile des Versicherers Standard Life, die nach Zahlenvorlage 2,3 Prozent gewannen.

In Mailand zündeten die im Leitindex FTSE MIB notierten Papiere des Fußball-Clubs Juventus Turin ein Kursfeuerwerk mit einem Plus von mehr als 16 Prozent. Zu Beginn hatten sie sogar um 27 Prozent zugelegt. Der Grund: Cristiano Ronaldos Hattrick gegen Atletico Madrid, der den Italienern das Weiterkommen in der Champions-League sicherte.


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