Aktien New York Ausblick: Verluste erwartet nach acht Gewinntagen im Dow

NEW YORK (dpa-AFX) – Nach einer achttägigen Gewinnserie wird es für den US-Leitindex Dow Jones Industrial am Dienstag voraussichtlich erstmals wieder leicht bergab gehen. Belasten dürfte Börsianern zufolge die wieder aufgekeimten Sorgen über die Geschwindigkeit des weltweiten Wachstums. Zudem stimmen die allmählich steigenden Renditen von US-Staatsanleihen die Anleger an den Aktienmärkten allgemein zunehmend vorsichtig. Der Broker IG taxierte der Wall Street-Index rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn 0,3 Prozent tiefer bei 24 815 Punkten.

Erstmals seit langem sei es wieder so, dass Investoren, die der US-Regierung für drei Monate Geld liehen, aufs Jahr gerechnet genauso hohe Zinsen oder sogar höhere Zinsen erhielten als sie im weitaus risikobehafteteren S&P 500-Index an Dividendenrendite erwarten könnten, hieß es seitens mehrerer Börsianer. Ein solcher Zinsanstieg dürfte Vermögensverwalter mit bereits hohen Aktienquoten nicht dazu motivieren, selbige noch weiter zu erhöhen, kommentierte etwa Jochen Stanzl von CMC Markets.

Die vor Handelsstart veröffentlichten Wirtschaftsdaten aus den USA fielen gemischt aus. So stiegen die Einzelhandelsumsätze im April ohne die schwankungsanfälligen Autoverkäufe weniger deutlich als erwartet. Dagegen hellte sich laut dem Empire-State-Index die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York überraschend auf. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet. Am Morgen hatte China enttäuscht. Die Daten aus der Industrie und dem Einzelhandel der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft hatten zwar weiter von kräftigem Wachstum gezeugt, allerdings zugleich auch signalisiert, dass sich das Wachstum Chinas verlangsamen dürfte.

Unter den Einzelwerten rückten bereits vorbörslich die Anteile der im Dow Jones notierten Baumarktkette Home Depot in den Fokus. Der Konzern erwirtschaftete im ersten Quartal zwar mehr Gewinn und Umsatz, dennoch hatten Analysten mit noch etwas höheren Umsätzen gerechnet. Vor dem Handelsstart büßten die Papiere 3,0 Prozent ein. Das Quartal sei wie erwartet schwach ausgefallen, kommentierte JPMorgan-Analyst Christopher Horvers.

Die Aktien von Tesla verloren vorbörslich 2,5 Prozent. Analyst Adam Jonas von der US-Bank Morgan Stanley kappte sein Kursziel für die Aktie des Elektroautobauers kräftig von 376 auf 291 Dollar und blieb bei seinem neutralen Anlageurteil. Er berief sich für seine nun erheblich gekappten Schätzungen für die kurz- und langfristigen Margen im Autogeschäft auf die Anfang Mai vorgelegten Quartalszahlen und die anschließende Telefonkonferenz.


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