ICO-Regulierung wäre positiv

In den Vereinigten Staaten wird die Regulierung von Initial Coin Offerings (ICOs) diskutiert und es gibt neue Gerüchte rund um die mysteriöse Identität des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto. Mati Greenspan, Senior Market Analyst bei der Social-Trading-Plattform eToro, kommentiert die Entwicklungen.

Der Markt für Kryptowährungen reift und auch Regierungen und Aufsichtsbehörden scheinen dazuzulernen, wenn es darum geht, mit unerwünschten Aspekten der Branche umzugehen. So greift etwa die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) Berichten zufolge seit kurzem deutlich stärker durch.

Sowohl das „Wall Street Journal“ als auch die „New York Times“ berichteten darüber, dass die Behörde unzählige Zwangsvorladungen an Mitarbeiter von ICO-Projekten verschickt habe. Das muss nicht bedeuten, dass alle ICOs stillgelegt werden, weil es sich wohl nicht um ein pauschales Verbot nach chinesischem Vorbild handelt. Vielmehr dürfte es den Behörden vor allem darum gehen, Informationen von einigen fragwürdigeren Projekte einzuholen.

Das wäre insgesamt eine gute Sache und dürfte dafür sorgen, dass der Markt an Seriosität gewinnt. Sobald das System bereinigt ist, könnte die Branche wieder aufblühen. Die Preise der Kryptowährungen hat die Nachricht indes bisher kaum beeinflusst.

Ungeklärte Identität des Blockchain-Erfinder gibt neue Rätsel auf

Eines der größten Mysterien in der Krypto-Welt ist die ungeklärte Identität des Blockchain-Erfinders, der lediglich unter dem Alias Satoshi Nakamoto bekannt ist. Derzeit erhält eine seit längerem kursierende Theorie neuen Nährboden.

Eine weitverbreitete Theorie lautet, dass es sich bei dem Bitcoin-Erschaffer um den verstorbenen Ex-Polizisten und Krypto-Enthusiasten Dave Kleiman handeln soll. Seine Leiche wurde 2013 unter rätselhaften Umständen gefunden. An der Seite Kleimans lag Berichten zufolge eine Handfeuerwaffe und obwohl dort keine Patronenhülsen gefunden wurden, gab es ein Einschussloch in der Matratze. Zuvor hatte sich Kleiman schwerwiegend mit dem resistenten Bakterium MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) infiziert – seine Todesursache aber ist bis heute ungeklärt.

Im Jahr 2015 behauptete Craig Wright, ein früherer Partner Kleimans, dass er – zusammen mit Kleiman – hinter der Erfindung steht. Aktuell streitet er sich mit Kleimanns Familie über die stolze Summe von rund einer Million Bitcoin, welche die beiden Entwickler in der Frühphase der Kryptowährung geschürft haben sollen. Die Familie hat Wright angeklagt. Wright soll Urkunden gefälscht und die Bitcoin unterschlagen haben, lautet der Vorwurf, der nun gerichtlich geklärt wird. Weil der Fall jetzt im politischen und medialen Rampenlicht steht, wird es interessant zu beobachten sein, was in dieser Angelegenheit möglicherweise noch zutage gefördert wird.




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