Denkzettel für Volksparteien

Die Volksparteien CDU und SPD verlieren Stimmen. FDP und AfD legen deutlich zu. Die Krise der Volksparteien hat allerdings keine nennenswerten Auswirkungen auf die Märkte, meint Christian von Engelbrechten, Fondsmanager des Fidelity Germany Fund. Dennoch sollten Anleger überlegt handeln.

Es sind die kleinen Parteien, die gestärkt aus der Bundestagswahl hervorgehen. Die Deutschlandwahl ist zwar ein Denkzettel für die beiden großen Volksparteien. Aber sie wird langfristig keine negativen Marktreaktionen auslösen. Kurzfristige Schwankungen sind eher Kaufgelegenheiten.

In den letzten Jahren gab es keine großen Reformen. Im Falle einer Jamaika-Koalition könnte hier neuer Schwung entstehen. Für welche Wirtschaftsbereiche das positiv oder negativ wäre, hängt davon ab, welche Forderungen die kleinen Koalitionsparteien umsetzen können. Allerdings ist die CDU/CSU gut dreimal so stark wie die drei kleinen Parteien. Selbst bei dem damals wesentlich stärkeren Regierungspartner SPD hatte die CDU/CSU ihre Ideen in den vergangenen Jahren sehr häufig durchgesetzt. Ich gehe davon aus, dass die stabile und solide, aber eher reformarme Politik mit wenigen Wachstumsimpulsen zugunsten eines ausgeglichenen Staatshaushalts fortgesetzt wird. Die deutschen Unternehmen werden sich damit wie bisher gut arrangieren. Anleger sollten aber Unternehmen meiden, die ein besonders positives Wirtschaftsumfeld brauchen, um sich gut zu entwickeln.




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