Trotz schwacher Währung ein starker Markt

Trotz der Währungsschwäche ist Indien in Asien (Asia ex Japan) ein relativer Outperformer, da das Land von den globalen Handelsstreitigkeiten vergleichsweise unberührt ist. Indiens Märkte florieren, da die Wirtschaft einen zyklischen Aufschwung erlebt und sich von ihren jüngsten Erschütterungen wie der Geldentwertung und der Einführung der Mehrwertsteuer erholt. Makroindikatoren wie das Leistungsbilanzdefizit, das Haushaltsdefizit und […]

Trotz der Währungsschwäche ist Indien in Asien (Asia ex Japan) ein relativer Outperformer, da das Land von den globalen Handelsstreitigkeiten vergleichsweise unberührt ist. Indiens Märkte florieren, da die Wirtschaft einen zyklischen Aufschwung erlebt und sich von ihren jüngsten Erschütterungen wie der Geldentwertung und der Einführung der Mehrwertsteuer erholt. Makroindikatoren wie das Leistungsbilanzdefizit, das Haushaltsdefizit und die Inflation haben sich aufgrund der steigenden Rohölpreise nur geringfügig verschlechtert und dürften nicht zu einer Krise führen.

Viele Strukturreformen wurden in Angriff genommen

Mittelfristig bleiben wir in Hinblick auf Indien positiv gestimmt, denn die demografische Entwicklung ist günstig und der Bedarf nach Infrastrukturinvestitionen weiter hoch. Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren viele Strukturreformen wie die Mehrwertsteuer, das Insolvenzrecht (Bankruptcy Code), die auf die Aadhaar-Karte basierte Identifikation sowie die Immobilienregulierung eingeführt, was weitreichende positive Auswirkungen auf die indische Wirtschaft haben dürfte.

Kurzfristig erwarten wir anhaltende Volatilität an den Märkten, da die politische Unsicherheit im Vorfeld der Parlamentswahlen im ersten Halbjahr 2019 hoch bleiben wird. Das Abschneiden der regierenden Bharatiya Janata Party bei diesen Wahlen könnte dramatische Auswirkungen auf die Risikoprämie haben.

Indien bleibt einer unserer bevorzugten Märkte, da wir erwarten, dass es mittel- bis langfristig die besten strukturellen Wachstumsgeschichten in Asien bietet, vor allem angesichts der makroökonomischen Stabilität und der Fortschritte bei den Strukturreformen der letzten Jahre.




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