Betongold bleibt weiterhin chancenreich

Michael Gobitschek, Portfoliomanager des Immobilienaktienfonds SKAGEN m², sieht bei Immobilieninvestments weiterhin viel Renditechancen. Er erklärt in seinem Beitrag, warum die Vorzeichen gut stehen.

Solide Bilanzen, hohe Transaktionsaktivität, niedrige Zinsen und steigende Mieten – diese vier Faktoren begünstigen nach wie vor das Investmentumfeld von Immobilien. Vor allem der zurzeit vorherrschende hohe Grad an Planbarkeit bei den Mieteinnahmen macht es für Investoren einfacher, das Wachstumspotenzial von Immobilienfirmen vorauszusehen. So wird die spanische Immobiliengesellschaft Spanish Colonial beispielsweise in den nächsten zwei Jahren ihre Mieteinnahmen um 50 Prozent erhöhen. Auch die Mieteinkünfte der deutschen Immobilienfirma Deutsche Wohnen liegen noch unter dem aktuellen Mietpreisspiegel – was sie in den nächsten Jahren ausgleichen dürfte. Gerade in Europa gibt es viele solcher Beispiele. Mietwohnungen in Städten wie Berlin und Stockholm sind knapp und die Wohnungsmärkte sind immer noch unterversorgt. Hier liegt daher Potenzial. Und auch die Nachfrage nach weiteren Mietwohnungen steigt weiter.

Solide Bilanzen von Immobilienfirmen weltweit

Bereits vor einigen Jahren haben Immobilienfirmen begonnen, die Niedrigzinsphase für sich zu nutzen, um Kredite günstig zu refinanzieren. Dadurch bekamen viele Unternehmen die Möglichkeit, sich langfristig solide aufzustellen. Wir gehen davon aus, dass in den nächsten zwei Jahren das Transaktionsvolumen, M&As und Gewinne weltweit etwas stärker ansteigen werden als 2017 – vor allem aufgrund von Wachstum, niedrigen Zinsen und gesellschaftlichen Veränderungen.

Neue Gesellschaft – Neuer Wohnraum

In den kommenden Jahren wird das Wachstum von Immobilieninvestments vor allem durch gesellschaftliche Veränderungen beeinflusst werden: Bevölkerungsanstieg, Verstädterung, alternde Gesellschaften und steigender Reichtum – all dies sind wichtige Aspekte, die die Nachfrage von Immobilien beeinflussen. Ein besonders gewichtiger und weitreichender Trend ist der Konsumwandel durch digitales Shopping. Auf der einen Seite ist der neu aufkommende e-commerce besonders für Shopping-Malls eine ernst zu nehmende Bedrohung, auf der anderen Seite profitieren schon jetzt viele Logistikunternehmen davon.

Aus Investorenperspektive ist wichtig, zwischen kurzfristigen und langfristigen Entwicklungen zu unterscheiden, denn die Immobilienbranche ist zyklisch – und Zyklen liegen in Trendphasen.

Dabei entwickelt sich die Branche nicht homogen – vor allem regionale Unterschiede sind entscheidend. Während beispielweise London als Europa-Standort vieler globaler Firmen durch den Brexit an Attraktivität verliert, sind kontinentaleuropäische Städte wie Frankfurt als Standort immer gefragter.

Risiko streuen

Um entsprechende Klumpenrisiken zu vermeiden, müssen Immobilieninvestments breit gestreut sein. In unterschiedliche Regionen zu investieren, ist eine Option. Darüber hinaus haben Anleger die Möglichkeit in Aktien mit verschiedenen Währungen und eine breite Palette von Immobiliensegmenten zu investieren. Von Industriehallen, über Bürogebäude, Hotels und private Appartements, die große Auswahl bietet genügend Raum zur Risikostreuung. Als Anleger flexibel handeln und allokieren zu können, ist dabei das A und O. Zurzeit sehen wir vor allem in Europa und Japan gute Investitionsmöglichkeiten in Aktien aus der Immobilienbranche, da vor allem dort die Wohnungsmärkte noch viel Potenzial bieten.




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