Midlife Crisis an den Märkten

In diesem Jahr belasteten einige Faktoren die Märkte: Steigende Zinsen, höhere Ölpreise, enttäuschende Unternehmensgewinne, und Spannungen zwischen den USA und China. Die meisten Belastungen sollten jedoch bis Mitte 2019 nachlassen und eine eine Wiederbelebung des Bullenmarktes zur Folge haben.

Steigende Zinsen, höhere Ölpreise, ein abrupter Konjunkturabschwung in China, Unternehmensgewinne, die lediglich den Erwartungen entsprechen, und Spannungen zwischen den USA und China, die über den Handel hinausgehen. Sie alle haben 2018 einen dunklen Schatten auf die Märkte gelegt. Die meisten dieser Belastungen sollten jedoch bis Mitte 2019 nachlassen. Dann sollte sich der Bullenmarkt wieder beleben. Im Gegensatz zum Aufwärtstrend der Märkte zwischen 2009 und 2017, als eine geringe Volatilität und hohe Renditen koexistierten, erwarten uns in Zukunft mittlere Renditen, verbunden mit einer typischeren Volatilität und einer kleineren Anzahl von Assets.

China reagiert jetzt auf Abschwung

Chinas Reaktion auf den Abschwung war für den größten Teil des Jahres 2018 langsam und verhalten, scheint aber jetzt an Tempo und Kraft zu gewinnen. Zur Ankurbelung des Konsums haben die politischen Entscheidungsträger bei mehr als 1.800 Artikeln Steuererleichterungen eingeführt und Einfuhrzölle gesenkt. Diese schließen sich an einen Neustart bei den Infrastrukturinvestitionen an. Es werden weitere politische Maßnahmen folgen, bis ein akzeptables Wachstum in diesen Bereichen wiederhergestellt ist.

Derzeit verschärft sich der Konjunkturabschwung in China. Aufgrund der verzögerten, dafür umso aggressiveren geldpolitischen Reaktion sollte es bis zum Frühjahr 2019 weiteres Abwärtspotenzial für China geben. In der zweiten Jahreshälfte 2019 sollte dann eine Belebung folgen. Dies wird besonders für Europa und viele aufstrebende Länder relevant sein, die vom Abschwung in China am stärksten betroffen sind.

Enger Zusammenhang zwischen Lohnwachstum und Produktivität

Die globalen Volkswirtschaften befinden sich in der Mitte des Konjunkturzyklus. Pinebridge hat daher nach gesunden zunehmenden Gewinnen gesucht. Die jüngste Berichtssaison hat diese Prognose zwar nicht bestätigt, wir sind aber dennoch nicht bereit, eine Reihe potenziell vorübergehender Probleme in einem einzelnen Quartal fortzuschreiben. Während der Druck durch Zoll- und Arbeitskosten für einige wenige Unternehmen durchsickerte, besteht doch ein enger Zusammenhang zwischen Lohnwachstum und Produktivität mit einer Verzögerung von acht bis zehn Quartalen. Diesmal könnte es angesichts der Senkung der US-Unternehmenssteuer im Jahr 2017 schneller gehen und die Unternehmen dazu veranlassen, wieder in ihr Geschäft zu investieren. Auch sind schnellere Amortisationen durch Investitionen in das Leistungsvermögen versus Kapazitätsinvestitionen wahrscheinlich.

Eine Zinspause und Stabilisierung der US-Zinsen würden der Europäischen Zentralbank und der Bank of Japan auch Raum geben, eine monetäre Normalisierung einzuleiten, was wiederum die Nachfrage nach dem US-Dollar schwächen würde. Der starke Dollar hat die Rohstoffe und Vermögenswerte der Schwellenländer im Jahr 2018 ebenso stark belastet wie die abrupte Abschwächung Chinas.

Seite zwei – welche Anlagen 2019 am meisten profitieren werden



Nachricht an die Redaktion

Hier können Sie uns einen Kommentar zu dem Artikel zukommen lassen.
Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

]

Bei unseren Lesern momentan beliebt