Robuster Endspurt für Schwellenländer

Robert Reichle, Fondsmanager des Berenberg Emerging Markets Bond Selection, ist mit Blick auf Schwellenländeranleihen positiv gestimmt. on der Entwicklung der US-Zinsen sieht der Portfoliomanager, der auf Staatsanleihen in Hartwährung fokussiert ist, nur mäßige Gefahr ausgehen. Stattdessen überzeugen die fundamentalen Daten in den meisten aufstrebenden Ländern. Zu seinen Favoriten zählen Indonesien und die Dominikanische Republik. Aber auch Außenseiter wie Ghana und Ägypten hat er relativ stark gewichtet.

Nach drei starken Quartalen für Emerging-Markets-Anleihen bleibt Fondsmanager Robert Reichle auch für das vierte Quartal positiv gestimmt. Von der Entwicklung der US-Zinsen sieht der Manager des Berenberg Emerging Markets Bond Selection Fonds, der auf Staatsanleihen in Hartwährung fokussiert ist, nur mäßige Gefahr ausgehen. Stattdessen überzeugen die fundamentalen Daten in den meisten aufstrebenden Ländern. Zu seinen Favoriten zählen Indonesien und die Dominikanische Republik. Aber auch Außenseiter wie Ghana und Ägypten hat er relativ stark gewichtet.

Einen Gesamtertrag von rund 8,0 Prozent haben Staatsanleihen aus den Emerging Markets in Hartwährung in diesem Jahr bereits erzielt. Hier existieren Spielraum: Die Risikoaufschläge gegenüber US-Staatsanleihen haben sich zwar schon um etwa 45 Basispunkte eingeengt, wir sehen aber durchaus Potenzial für ein weiteres Absinken um etwa 20 bis 25 Basispunkte bis zum Jahresende. Hierfür spricht sowohl die Stärke der US-Wirtschaft, die den Handel mit den Emerging Markets befeuern dürfte, als auch die sehr robuste fundamentale Lage in den meisten aufstrebenden Ländern.

Große Ertragssprünge sind in diesem Jahr allerdings nicht mehr erkennbar. Den sinkenden Risikoaufschlägen könnten steigende Renditen von US-Staatsanleihen entgegenwirken, die die Gesamtrendite von in US-Dollar notierenden Schwellenländeranleihen direkt beeinflussen. Entscheidend sind hier vor allem die Renditen von langfristigen Anleihen, die über zehn oder 30 Jahre laufen. Aufgrund der verfehlten Inflationserwartungen sind diese in diesem Jahr rückläufig gewesen und haben auch bei Schwellenländeranleihen für Kursgewinne gesorgt.

Sinkende Risikoaufschläge dürften steigende US-Zinsen kompensieren

Trotz weiterhin niedrigem Inflationsniveau hat die US-Notenbank Fed auf ihrer jüngsten Sitzung im September wie erwartet verkündet, die Schrumpfung ihrer aufgeblähten Bilanz einzuleiten, und einen weiteren Zinsschritt für Dezember angedeutet. Der Markt dürfte diese mögliche Erhöhung jetzt einpreisen. Dies wird sich jedoch wohl vor allem in den Renditen für kurzfristige US-Anleihen niederschlagen und somit wenig Auswirkung auf Emerging-Markets-Anleihen haben. Diese haben auch auf die Fed-Sitzung nur geringfügig reagiert. Für die enormen Kapitalzuflüsse der vergangenen Monate wird ebenfalls keinen plötzlichen Abbruch erwartet.

Vielmehr könnten sinkende Risikoaufschläge mögliche US-Zinsanstiege mehr als kompensieren. Zusammen mit der verbleibenden laufenden Rendite kann mit möglichen weiteren Erträgen von 1,5 bis 2,0 Prozent gerechnet werden. Insgesamt könnten Emerging-Markets-Staatsanleihen in Hartwährung damit 2017 ein knappes zweitstelliges Ergebnis erzielen.




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